Evangelische Kirchengemeinde Kraftsdorf

Kraftsdorfer Musiksommer mit glanzvollem Debüt von „Lutz und Eisen“ am 29.08.2021

Das erste Konzert im Rahmen des Kraftsdorfer Musiksommers 2021 konnte am Sonntag, dem 29. August stattfinden, zur großen Freude unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf mit ihren Organisatoren und Helfern und zahlreicher Besucher aus Nah und Fern. Die beiden Geraer Musiker Lutz Schönfeld und Dirk Eisenschmidt alias „Lutz und Eisen“ traten dabei zum ersten Mal in der Kraftsdorfer Kirche auf und freuten sich total darüber. Ihre Spielfreude und ihr hohes musikalisches Können übertrugen sie von Beginn an auf die Zuhörer. Schnell war klar, dass in der Ankündigung des Konzerts im Amtsblatt vom August und in der Tageszeitung keineswegs zu viel von den in Gera und Umgebung bekannten Musikern versprochen wurde. Lutz und Eisen gaben ihrem Programm den Titel „Deutsche und internationale Rock- und Pop-Balladen. Gut zwei Stunden holten sie dafür aus ihrem musikalischen Zauberkoffer jede Menge bunter Melodien heraus und brachten das Publikum mit jedem Lied aufs Neue zum Staunen und zum Nachdenken und verbreiteten Frohsinn und Fröhlichkeit, dass das Zuhören die reine Freude war. So erklangen meist bekannte Balladen und Songs von John Lennon, Eric Clapton, Donovan und Little Richard ebenso wie von Reinhard Mey, Herbert Grönemeyer, Hannes Wader und Reinhard Fendrich, von Letzterem sogar im österreichischen Dialekt. Doch damit nicht genug, besonders gelungen waren mehrere Ostrocktitel, die ebenso zu hören waren. Dazu gehörten wunderbare Songs der Gruppen Keimzeit, Karussell und Renft wie z.B. „Kling Klang“, „Wie ein Fischlein unterm Eis“ und „Gänselieschen“. Die Vielfalt des Programms war damit noch nicht erschöpft: zwei von Dirk geschriebene Lieder für seine Frau und seinen Großvater, der ihm das Gitarrenspiel beibrachte, sowie ein altes deutsches Volkslied sorgten für Gänsehautmomente. Dazu trug natürlich auch das harmonische Zusammenspiel und das perfekte Beherrschen ihrer Instrumente bei, Lutz mit seinem Akkordeon und Eisen mit Gitarre, Mandoline, Mundharmonika und Tröte und nicht zu vergessen, mit dem mitreißenden Gesang, hauptsächlich von Dirk und zuweilen auch gemeinsam mit Lutz.
Das Fazit fällt zu 100 Prozent positiv aus: Lutz Schönfeld und Dirk Eisenschmidt boten beste Unterhaltung auf hohem Niveau und brachten damit an einem total verregneten Sonntag viel Sonnenschein und Wärme in unsere Kirche. Ihre Spiellaune schien keine Grenzen zu kennen, denn mit insgesamt fünf Zugaben (das gab es bisher auch noch nicht!) verabschiedeten sie sich von einem begeisterten Publikum, u.a. mit „Gute Nacht Freunde“ von Reinhard Mey. Die Besucher dankten den sympathischen Künstlern auf ihre Weise, mit verdientem herzlichen Applaus und Standing Ovations. Das wiederum war neu für Lutz und Eisen. Und noch eine Anmerkung sei gestattet: für ein gelungenes Konzert braucht es nicht unbedingt aus Funk und Fernsehen bekannte Akteure.
Bleibt uns nur noch, von Herzen Danke zu sagen für ein wunderbares Konzerterlebnis. Gleichzeitig laden wir ein zu einem weiteren Musiksommer-Konzert am Sonntag, dem 26. September 2021 mit Cat Henschelmann aus Gera und seiner Irish Folk Music.

Monika Grzanna

 

Festlicher Konfirmations-Gottesdienst als Höhepunkt im Gemeindeleben 2021

Er ist und bleibt über die Zeiten hinweg ein Höhepunkt im Gemeindeleben – der Fest-Gottesdienst zur Konfirmation. Trotz vieler Schwierigkeiten und einer ganz anderen Konfirmandenzeit als bekannt und üblich konnten wir ihn am Samstag, dem 17. Juli 2021 in der Kirche zu Rüdersdorf feiern. Normalerweise ist Pfingsten als fester Termin dafür vorgesehen, doch Corona ließ es in diesem Jahr nicht zu. Die angedachte Notvariante auf dem Rüdersdorfer Sportplatz wurde zum Glück nicht notwendig und so konnte der Gottesdienst mit allem, was dazu gehört und unter Einhaltung der Hygieneregeln in der Kirche stattfinden. Sehr zur Freude der 11 Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Paten und Familien, der Kirchengemeinde und des Gemeindekirchenrates und von Pfarrer Christian Kurzke. Dass für die seit langer Zeit wieder einmal stattliche Anzahl von 11 Konfirmanden eine gemeinsame Feier trotz Corona möglich war, machte den Gottesdienst zu etwas ganz Besonderem und dafür sind wir als Kirchengemeinde sehr dankbar.
Was bedeutet nun eigentlich die Konfirmation für die Jugendlichen? Es ist die bewusste Bestätigung und Bekräftigung ihres christlichen Glaubens, den sie mit ihrer Taufe meist unbewusst erhalten haben. Damit ist die Konfirmation eine wichtige Entscheidung für das persönliche Leben und in einer Gemeinde. In ihrer zweijährigen Konfirmandenzeit haben sich die Jugendlichen gemeinsam mit Pfarrer Kurzke intensiv darauf vorbereitet und sich mit dem Glauben auseinandergesetzt. In seiner Predigt bezeichnete Pfarrer Kurzke diese Zeit als spontan, fröhlich und lebendig, so wie Gemeinde und Glaube sein sollen, auch wenn es mal turbulent zuging und die Konfi-Stunden im letzten Jahr wegen Corona oft nur per Videokonferenz stattfinden konnten. Auch das hat es vorher noch nie in dieser Form gegeben und forderte immer wieder ein Umdenken und neue Ideen heraus. Trotz allem gab es viele bereichernde Erlebnisse und Erfahrungen, die weder die Jugendlichen noch der Pfarrer missen möchten. Einige der Konfis waren viele Jahre aktive Mitglieder im Kinderchor und wirkten bei Krippenspielen mit. So fanden sie sich als Gruppe wunderbar zusammen, für Pfarrer Kurzke eine sehr beeindruckende Entwicklung, und wollen es gerne auch weiterhin bleiben. In kurzen Textbeiträgen vom Band sprachen sie über ihre Konfirmandenzeit und ihre Erwartungen an die Gemeinde. Die wohl markanteste Aussage zum Thema lautete kurz und bündig: „He Leute, lasst euch konfirmieren“!
Und genau das folgte dann auch als nächster und feierlicher Schritt im Gottesdienst. Pfarrer Kurzke rief die Jugendlichen nach vorn in den Altarraum, sprach ihnen unter Handauflegen Gottes Segen zu und übergab ihnen ihren Bibelspruch zur Konfirmation, den sich die meisten selbst ausgesucht hatten. Die Konfirmanden ihrerseits gelobten, mit Gottes Hilfe ihren Glauben zu leben, zur Gemeinde zu gehören und auch in schwierigen Zeiten Gottes Haus mit Leben zu erfüllen, so wie sie es während ihrer Konfirmandenzeit gelernt haben und nicht müde wurden, es in die Tat umzusetzen.  
Im Anschluss daran begrüßte und beglückwünschte Simone Straßburger als Vorsitzende des Gemeindekirchenrates die Konfirmanden als neue Mitglieder unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf ganz herzlich zu diesem wichtigen Lebensabschnitt. Sie haben damit eine super Grundlage für ihr ganzes Leben gelegt, denn Gott ist immer für uns da, auch wenn er nicht sichtbar ist. Es sei ihr eine besondere Freude, so viele Konfirmanden in unserer Gemeinde herzlich willkommen zu heißen, so Simone Straßburger. Mit der Konfirmation haben die Jugendlichen die Möglichkeit, Pate zu werden, den Gemeindekirchenrat zu wählen und selbst in diesen gewählt zu werden. Das sei für die Zukunft Auftrag und Anspruch zugleich, doch auch bei Problemen können sie jederzeit anklopfen, denn in Gottes Haus sind auch für sie, so wie für uns alle immer offene Türen.
Eine weitere kleine Besonderheit soll nicht unerwähnt bleiben. Nach mehr als 20 Jahren gehörte wieder einmal ein Kind des Pfarrers zur Gruppe der Konfirmanden. Wir freuen uns mit Christian Kurzke und seiner Familie, dass er seine älteste Tochter Friederike konfirmieren und segnen konnte. Das war zuletzt Pfarrer Grüneberg mit seinen beiden Söhnen vergönnt.
An dieser Stelle möchten wir allen Mitwirkenden und Helfern für ihre Einsatzbereitschaft beim Gottesdienst ganz herzlich Danke sagen. Dazu gehört an erster Stelle die traumhaft schöne und niveauvolle musikalische Umrahmung mit der Bläsergruppe Theilig aus Gera mit ihren Beatles-Songs, Tenor Gonzalo Diaz mit Piano und herrlichem Gesang, Simone Straßburger an der Orgel, der Kinderchor sowie Mitglieder des Kirchen- und Gospelchores unter der Leitung von Claudia Rammelt, eine junge Violinistin, deren Namen leider nicht bekannt ist sowie Johanna Kurzke mit ihrem Trompetensolo. Ebenso gedankt sei allen Kirchenräten für die Austeilung des Heiligen Abendmahls, Elin Jost und Xenia Bräuner für die Lesungen, Sylvia Bocklisch für den Einlass, dem Techniker, den Eltern der Konfirmanden für den wunderbaren Blumenschmuck und allen weiteren Helfern, die zum guten Gelingen beigetragen haben. Alle Genannten und Ungenannten sorgten mit viel Herz und helfender Hand für eine feierliche und wohltuende Atmosphäre im Gotteshaus und damit für einen unvergesslichen Tag.
Monika Grzanna

 

Musikalische Abendandacht im Doppelpack gestartet

Nach langer Coronapause war sie groß - die Sehnsucht nach Normalität und Kultur. Ab dem Monat Juli hielt auch in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf das kulturelle Leben wieder verstärkt Einzug. Auf den Kraftsdorfer Musiksommer müssen wir zwar noch etwas warten, aber die kleine Schwester der beliebten Veranstaltungsreihe konnte man dafür gleich zweimal genießen. Der Auftakt der Musikalischen Abendandachten 2021 stand am 3. Juli in der Harpersdorfer Kirche auf dem Programm, ein weiteres Konzert folgte am 25. Juli in der Kirche zu Kraftsdorf.
Den Abend am Monatsanfang gestalteten in bewährter Weise Heiko und Maria Müller aus Niederndorf mit Uwe und Heike Kaselowsky aus Pörsdorf. Beide Ehepaare brachten ihre große Freude zum Ausdruck, nach langer Pause seit Ende Oktober 2020 endlich wieder einmal auftreten zu können. Musik und Andacht standen unter dem Motto „Via con Dios – geh‘ mit Gott“. Mit großer Sorgfalt und Bedacht wurde das passende Repertoire dazu ausgewählt. So erklangen alte Glaubenslieder in zeitgemäßer Bearbeitung wie bspw. „Jesu meine Freude“ oder „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, wobei dieses Lied zum Schlüssellied für die vier Akteure auf ihrer persönlichen Suche nach Gott wurde. Es folgten bewegende Psalmgesänge, die nicht nur als Klagelieder, sondern vor allem als Zeichen der Hoffnung interpretiert wurden. Den Abschluss bildeten schwungvolle Gospels mit „Oh happy Day“ als Glanzstück, bei dem Maria Müller einmal mehr mit ihrer wunderbaren Stimme begeisterte. Schließlich waren auch die Besucher eingeladen, gemeinsam den schönen Choral „Großer Gott, wir loben dich“ zu singen. Als Fazit der bewegenden und unterhaltsamen Stunde lässt sich sagen: Die Suche nach und das Leben mit Gott kann einfach sein, man kann ihn immer wieder in der Musik finden und sein Leben damit bereichern und lebenswerter machen.
Dies trifft voll und ganz ebenso auf das Konzert am Sonntag, dem 25. Juli 2021 zu. Der Kirchenchor Rüdersdorf hatte dabei seinen ersten Auftritt nach noch längerer Zwangspause und kurzer aber intensiver Probenzeit. Die Sängerinnen und Sänger brachten mit ihrer engagierten Chorleiterin Brigitte Hahn vor allem beschwingte und fröhliche Frühlings- und Sommerlieder zu Gehör, passend zur Jahreszeit mit viel Sonne und Wärme. Auch Paul Gerhardts wohl bekanntestes Lied „Geh‘ aus mein Herz und suche Freud“ durfte im Programm nicht fehlen. Er schrieb es 1653 in schwerer Zeit und doch vermittelt es heute noch genau so viel Freude und Dankbarkeit an Gottes Schöpfung, die wir einfach genießen sollen. Auch in der Kraftsdorfer Kirche nutzten die Besucher die Möglichkeit, das bekannte Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius zum Abschluss mitzusingen. Zur tatkräftigen Unterstützung des Rüdersdorfer Chores waren Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre Pölzig und Nischwitz im Altenburger Land nach Kraftsdorf gekommen, darüber waren die Rüdersdorfer Chormitglieder hoch erfreut und sehr dankbar. Am Ende konnten sich Akteure und Besucher über ein zu Herzen gehendes und gelungenes Chorkonzert freuen.
Als Kirchengemeinde danken wir allen Mitwirkenden ebenso herzlich und freuen uns auf weitere Abendmusiken in den kommenden Monaten.
Monika Grzanna

 

Von Jubilate bis Pfingsten – Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf

Sie haben klangvolle Namen und eine besondere Bedeutung - einige Gottesdienste zwischen Ostern und Pfingsten laden auf ganz eigene Art und Weise zum Nachdenken und Erinnern an christliche Traditionen ein. Es sind zum Beispiel Jubilate, Kantate, Rogate und Exaudi, die als großes Thema am jeweiligen Sonntag das Jubeln und die Freude, das Singen, das Beten sowie die Erhörung unserer Gebete zum Inhalt haben. Als Christen fällt es uns auch oft schwer, gut durch diese schwierigen und bewegten Zeiten zu kommen und von Krankheiten und Schicksalsschlägen bleiben wir ebenso nicht verschont. Vom Jubeln und reiner Freude am Sonntag Jubilate kann nicht immer die Rede sein und das Singen im Gottesdienst ist nach wie vor auch am Sonntag Kantate nicht möglich. Doch das Beten ist immer und jederzeit und nicht nur am gleichnamigen Sonntag Rogate, an dem es im Mittelpunkt steht, möglich. Dass Gott unsere Stimmen und Gebete erhören möge, darauf hoffen wir stets und besonders am Sonntag Exaudi.

Vom Beten an sich und der Kraft der Gebete sprach Pfarrer Christian Kurzke in seiner Predigt am Sonntag Rogate am 9. Mai 2021 in der Niederndorfer Kirche. Mancher ist unsicher und weiß nicht, wie er beten soll oder traut sich nicht, weil er meint, nicht die richtigen Worte zu finden. All diese Bedenken sind unbegründet. Reden mit Gott kann man immer und  an jedem Ort und am besten mit den eigenen Worten. Der Glaube daran und das Vertrauen sind dabei wichtig. Ob der Beter Christ ist oder nicht, spielt auch keine Rolle. Dicke Bücher und Anleitungen sind möglich, aber nicht notwendig. Ein Vaterunser zu beten, geht immer und selbst die Lieder aus dem Gesangbuch sind wahre Schätze und gesungene Gebete. Im Predigttext des Sonntags Rogate heißt es aber auch, dass unsere Gebete bis zu den Wolken reichen und die Wolken durchdringen müssen, um von Gott erhört zu werden. Damit das gelingt, ist Ausdauer und Beharrlichkeit nötig, auch wenn wir wissen, dass nicht alle Gebete erhört werden. Trotzdem sollte die Dankbarkeit für Gottes Hilfe im stressigen Alltag nicht vergessen werden. Martin Luther sagte dazu: „Heute habe ich viel zu tun, also muss ich viel beten“. Beten hilft, das haben viele Menschen schon erfahren, ebenso wie das Wort „Not lehrt beten“. Auf unsere aktuelle Situation trifft das voll zu, oft ist es damit möglich,  wieder Kraft und Hoffnung zu schöpfen und den neuen Wegen zu vertrauen, die Gott uns zeigen will. Gebete verleihen innere Ruhe und Stärke, dann können wir eines Tages auch wieder Freude am Leben und an Gottes Schöpfung empfinden und frohe Lieder singen.
Die genannten Sonntage führen neben dem Feiertag Christi Himmelfahrt hin zum Pfingstfest, ein Fest, das sich immer etwas schwer tut neben Ostern und Weihnachten. Viele Menschen fragen sich, was da eigentlich passiert ist. Die Gottesdienste an den beiden Feiertagen in Kraftsdorf, Rüdersdorf und Reichardtsdorf gaben die Antworten darauf. Pfingsten ist der Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes und damit der Geburtstag der Kirche. Mit einem Brausen vom Himmel geschieht es, der Heilige Geist kommt damit auf alle, die den Namen des Herrn anrufen, damit sie gerettet werden und sein Wort weiter verbreiten. So können wir es im 2. Kapitel der Apostelgeschichte nachlesen. In seiner Predigt ging Pfarrer Kurzke auch auf den Turmbau zu Babel ein, eine bekannte Geschichte aus dem Alten Testament im 1. Buch Mose. Dieser Turm sollte etwas noch nie Dagewesenes werden und bis zu Gott in den Himmel führen. Das klappte nicht, der Turm wurde nie fertig und blieb als Mahnmal stehen. Damit wird er auch für uns als Christen und als Kirchengemeinde zu einem Sinnbild,  bodenständig und manchmal auch demütig zu bleiben. Mit der Pfingstgeschichte stellt sich die Frage, wie wir als Gemeinde leben und wirken wollen. Nicht hoch hinaus, sondern an der Seite der Menschen, sie in Freude und Leid begleiten und ihnen nahe sein.

Monika Grzanna

Ostern 2021 – Hoffnung und Stärkung in schwierigen Zeiten

Hinter uns liegt das zweite Osterfest während der Corona-Pandemie. Nach über einem Jahr sind viele Menschen kraft- und mutlos geworden. Als Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf müssen wir uns ebenso immer wieder neu auf die aktuellen Bedingungen einstellen. Gerade zu Ostern, dem höchsten Fest der Christenheit, musste Vieles bedacht werden, denn ausfallen lassen wie manche andere Kirchengemeinden wollten wir unsere traditionellen Veranstaltungen nicht. Der Kreuzweg am Karfreitag, der in den letzten Jahren immer mehr Menschen anzog, konnte natürlich nicht in der gewohnten Form stattfinden. Wir fanden eine andere gute Lösung: Zeitgleich um 17.00 Uhr fanden in allen 7 Kirchen – und damit auch erstmalig in Reichardtsdorf – kurze Andachten zu den einzelnen Kreuzwegstationen von der Verurteilung bis zum Tod Jesu Christi am Kreuz statt. 10 Besucher konnten jeweils daran teilnehmen, was fast überall gut genutzt wurde. Pfarrer Kurzke, Pastorin Rammelt sowie Lektoren und Gemeindeglieder bereiteten die Andachten vor und hielten sie. Das Material dazu blieb in den Kirchen, die bis zum Ostermontag geöffnet waren. So konnte man sich im Anschluss an eine Andacht allein oder in Familie auf seinen eigenen Kreuzweg begeben und alle oder auch nur einzelne Stationen in den Kirchen aufsuchen. Dieses Angebot einer individuellen Pilgerwanderung wurde von sehr vielen Gemeindemitgliedern aller Altersgruppen wahrgenommen. Darüber freuen wir uns sehr, zeigt es doch, dass der Kreuzweg am Karfreitag für viele Menschen ein fester Bestandteil dieses wichtigen Feiertages geworden ist.
Die Gottesdienste an den beiden Osterfeiertagen sind es ebenso, auch wenn hier die Besucherzahlen erfahrungsgemäß nicht so hoch sind. Am Ostersonntag fanden sie in Kraftsdorf und Rüdersdorf mit Pfarrer Christian Kurzke und am Ostermontag in Niederndorf mit Pfarrer Frank Hiddemann aus Gera statt. Am Ostersonntag konnte man sich auch per Internet zuschalten und vom heimischen Wohnzimmer oder Büro aus am Geschehen teilnehmen. Pfarrer Kurzke verglich in seiner Predigt die Zeit des aktuellen Lockdowns mit den vielen Beschränkungen und Kontaktsperren mit der Zeit des ersten Osterfestes der Christenheit nach der Kreuzigung und dem Tod Jesu Christi. Damals hatten sich die Menschen aus Trauer und Angst ebenfalls zurückgezogen und trauten sich nicht mehr hinaus. Bis der Engel den Frauen, die den Leichnam Jesu salben wollten und fassungslos am leeren Grab standen, ihnen sagte, dass Jesus auferstanden sei. Bis Jesus sich selbst seinen Jüngern offenbarte, ihnen seine Wunden zeigte, mit ihnen redete und aß und dabei das Brot brach, wie sie es von ihm kannten. Damit wurde den Menschen bewusst, dass Jesus wirklich auferstanden war und lebte und die lähmende Traurigkeit und die Osterruhe waren endgültig vorbei. Nach Pfarrer Kurzkes Worten ist dies auch heute so, trotz der Corona-Pandemie können wir als Christen Hoffnung weit über das Osterfest hinaus haben, denn Schritt für Schritt wird alles wiederkommen, was wir jetzt so vermissen, auch wenn wir nicht wissen, wie lange es noch dauern wird. Aber es wird Neues entstehen und wachsen und mit dieser Hoffnung im Herzen können wir weiterleben. Sicher brauchen wir dazu oft Hilfe und schaffen es nicht aus eigener Kraft. Gottes Wort und das Reden mit ihm im Gebet kann uns Trost und Hilfe in dieser schweren Zeit sein. Und manchmal brauchen wir vielleicht einen Engel, der uns aus der Krise, aus Krankheit und Leid heraushilft und sich unbemerkt an unsere Seite stellt. Das können Menschen sein, die für uns da sind oder auch unsichtbare Schutzengel. In unseren Kirchen in Rüdersdorf, Kraftsdorf und Niederndorf gibt es Taufengel, die symbolisch diese Funktion übernehmen können. Pastorin Kiethe bringt den Ärzten und Pflegern kleine Engel auf die Corona-Intensivstation des Geraer Klinikums als Trost- und Kraftspender, wie Pfarrer Hiddemann in seiner Predigt am Ostermontag berichtete. Auch ich habe einen kleinen Engel aus Bronze immer in meiner Handtasche, der mich auf allen meinen Wegen begleitet.  
Zu den beiden Gottesdiensten am Ostersonntag feierten die Gemeinden auch das Heilige Abendmahl, zum ersten Mal mit den neuen kleinen Abendmahlspatenen und –kelchen für jeden einzelnen Besucher, ganz coronakonform und feierlich. Und nicht zu vergessen, es gab wunderbare Livemusik in allen Oster-Gottesdiensten. Gonzalo Diaz und Alan Torres begeisterten mit herrlichem Gesang sowie Orgel- und Gitarrenmusik in Kraftsdorf und Rüdersdorf. In Niederndorf überzeugten Dirk Eisenschmidt und Jörg Gaul als perfektes Gitarrenduo. Alle Kirchen waren festlich mit wunderschönen Blumen geschmückt, vor den Kirchen wurden die Besucher mit blumengeschmückten Holzkreuzen begrüßt.
Für so viel Stärkung für Leib und Seele bedanken wir uns bei den Pfarrern, Musikern und allen Mitwirkenden und Helfern für diese wunderbaren Gottesdienste, für die Andachten und Begegnungen. Es war nach 2020 wieder ein ganz anderes Osterfest als wir es kennen, aber es vermittelte neben dem Gemeinschaftsgefühl vor allem viel Trost und Hoffnung und das ist zurzeit wohl das Wichtigste, was wir alle dringend für unser Leben und unsere Familien brauchen, um gut durch diese Zeit zu kommen.

Monika Grzanna

 

Palmsonntag, 28.03.2021, Erster digitaler Gottesdienst in der Kirche zu Harpersdorf

Besondere Zeiten wie es die Corona-Pandemie nun einmal ist, zwingen in vielen Lebensbereichen zum Umdenken und zu neuen Maßnahmen. Auch unsere Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf bleibt davon nicht verschont. Vieles haben wir schon ausprobiert und an die Bedingungen angepasst wie bspw. die Andachten in Papierform, die unsere Gemeindemitglieder in ihre Briefkästen bekamen. Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 war es die einzige Möglichkeit, Gottes Wort unter die Menschen zu bringen und am Sonntag Judika am 21. März 2021 griffen wir ebenfalls darauf zurück. Doch am Palmsonntag am 28. März 2021 stand ein Tauf-Gottesdienst in der Harpersdorfer Friedenskirche auf dem Plan. Der Täufling, ein junges Mädchen aus Harpersdorf, möchte demnächst konfirmiert werden, denn ohne Taufe ist nun mal keine Konfirmation möglich, so verlangen es die kirchlichen Bestimmungen. Die Verschiebung der Taufe auf einen späteren Termin war also keine Option und eine Andacht in Papierform ging gar nicht. Hinzu kommt, dass sich im Gottesdienst in schöner Tradition auch die Konfirmanden der Gemeinde vorstellen. An den Präsenz-Gottesdiensten dürfen aktuell nur 10 Personen teilnehmen, zu wenig für eine Taufe. Eine andere und praktikable Lösung musste her. Zum Glück haben wir einen technikbegeisterten Pfarrer, der keine Scheu vor dem Neuen hat. Die Konfirmandenstunden finden seit Längerem ohnehin bereits per Videoschalte statt und so stand bald fest: Der Tauf-Gottesdienst wird ebenfalls in dieser Form stattfinden. Gesagt, getan, die Vorbereitungen waren nicht ganz einfach und anstrengend, aber am 28. März 2021 pünktlich um 10.00 Uhr konnte der erste digitale Gottesdienst unserer Kirchengemeinde in der Harpersdorfer Kirche starten. Das gab es noch nie und war bisher auch nicht vorstellbar. Er wurde hybrid gefeiert, das bedeutet, via Zoom konnte die Gemeinde zu Hause mitfeiern. Voraussetzung dafür war natürlich ein Internetzugang auf dem PC oder Smartphone mit Kamera und Lautsprechern. Auf diese Weise sah und hörte man bequem von zu Hause das Geschehen in der Kirche und die in der Kirche Versammelten sahen und hörten die Teilnehmer zu Hause. Wer noch nicht so gut ausgestattet war, konnte den Gottesdienst einfach im Webbrowser verfolgen.
Die Konfirmandengruppe war ebenfalls am Gottesdienst beteiligt, die Jugendlichen waren via Zoom zugeschaltet. Sie verlasen den Taufbefehl und das Evangelium, sprachen Gebete und die von ihnen geschriebenen Fürbitten für ihre getaufte Mitkonfirmandin. Ihren Taufspruch hatte sich diese selbst herausgesucht, im Psalm 119 heißt es: Mein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. In seiner Predigt bezeichnete Pfarrer Christian Kurzke die Taufe als ein Tor zum Leben mit Gott und als ein gegenseitiges Versprechen. Sich bewusst taufen zu lassen ist eine große Entscheidung und ein Bekenntnis zum christlichen Glauben. Auf der anderen Seite wird Gott ihr und allen Getauften stets beistehen, sie behüten und stärken. Wir wünschen es unserem neuen Gemeindemitglied von Herzen.
Wir sagen Danke für diesen bewegenden Gottesdienst, es war wohl schon ein Experiment, aber es hat nichts gefehlt und mit Gottes Hilfe hat alles funktioniert. Außer den Konfirmanden hatten sich auch einige Gemeindemitglieder zugeschaltet. Und nicht zu vergessen, die so wichtige Musik fehlte im Gottesdienst auch nicht. Sie kam nicht aus der Konserve, sondern live aus der Kirche. Dirk Wasmund und Romy Mäder aus Jena spielten sie gekonnt und professionell auf Saxophon und Akkordeon. Die Premiere dieses Gottesdienstes in Hybridform kann als überaus gelungen und zukunftsfähig in die Geschichte unserer Kirchengemeinde eingehen. Solange uns Corona beschäftigt, werden wir daran festhalten.

Monika Grzanna

 

Aschermittwoch 2021 – alles vorbei oder doch ein neuer Anfang?

Am Aschermittwoch ist sie endgültig vorbei, die Zeit des Karnevals mit Feiern, Fröhlichkeit und Konfetti, auch wenn in diesem Jahr coronabedingt nicht allzu viel davon zu bemerken war. Die heitere Maske des Faschings wird trotzdem abgenommen und es beginnt die Fasten- und Passionszeit. Dann sieht man sich wieder so, wie man wirklich ist. Die Masken unseres Lebens aus Krankheit, Sorgen, Stress und Ängsten bleiben jedoch trotzdem bestehen. Gerade jetzt in der Coronazeit mit den vielen Einschränkungen haben viele Menschen damit zu kämpfen. Für viele von uns ist das Dasein sehr anstrengend und mit vielen Herausforderungen verbunden. Was kann uns helfen, um aus dem Tief herauszukommen und allen Widrigkeiten zum Trotz wieder positiv zu denken? Die Mut machende Gemeinschaft eines stimmungsvollen Gottesdienstes kann für manchen eine Hilfe dabei sein.
Traditionell feiern wir als Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf am Aschermittwoch einen Abend-Gottesdienst in der Niederndorfer Auferstehungskirche, bei dem auch das Heilige Abendmahl ein fester Bestandteil ist. Die Besucher kamen mit ihren Sorgen und Nöten, mit Krankheit und Trauer in unsere Kirche, auch wenn das alles hinter den Masken, die wir beim Gottesdienst tragen, verborgen ist. An diesem besonderen Tag im Kirchenjahr stimmen wir uns auf die bevorstehende Passions- und Leidenszeit Jesu Christi ein. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet nach sieben Wochen am Karfreitag mit seinem Tod am Kreuz. Als Christen fragen wir uns, ob wir diesen schweren Weg in diesem Zeitraum mitgehen, um Jesus auf diese Weise nahe zu sein. Dieser Frage ging Pfarrer Christian Kurzke in seiner Predigt auf den Grund. Beantworten wir diese Frage mit Ja, sind wir meist besser in der Lage, unser eigenes Leid, die Schmerzen und Nöte anzunehmen und durchzustehen. Gott hat ja nicht gesagt, dass unser Leben einfach ist, aber seine Zusage gilt nach wie vor, dass er immer mit uns ist und auch die schweren Wege mitgeht, so Pfarrer Kurzke. Auch das gezeichnete Aschekreuz auf die Stirn, das in der römisch-katholischen Kirche am Aschermittwoch üblich ist, versteht der Pfarrer als ein Zeichen der Nähe Gottes, der damit  JA zu uns sagt und uns so annimmt, wie wir sind.
Viele Menschen nehmen die Fasten- oder Passionszeit zum Anlass, um eine bestimmte Zeit auf jegliche Nahrung zu verzichten. Andere wollen sieben Wochen lang keinen Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch und Wurst zu sich zu nehmen. Leichte Wege sind das mit Sicherheit nicht und noch schwerer kann das Durchhalten bis zum Ostersamstag sein, bei den vielen Versuchungen, die überall lauern. Doch das Durchstehen der Fastenaktion, gleich welcher Art lohnt sich für Körper und Geist. Fasten ist mit einer Durststrecke oder mit Hungersnöten in früheren Zeiten vergleichbar. Damals waren viele Menschen zum Fasten gezwungen, weil die Vorräte aufgebraucht waren. Heute kann Fasten für uns eine Übung sein, schweren Zeiten in unserem Leben zu begegnen und schließlich mit Gottes Hilfe zu überwinden. Wir können viel Kraft, neue Hoffnung und Zuversicht daraus schöpfen und unser Leben auf uns selbst und auf Gott neu ausrichten. Am Ende der Fastenzeit beginnt das Osterfest mit der Auferstehung Jesu Christi. Damit kann auch für uns ein neuer Anfang verbunden sein.
So gestärkt konnten die Besucher dann auch das Heilige Abendmahl im Gottesdienst miteinander feiern. Ganz coronagerecht wurden Brot und Wein an den Sitzplätzen in Einzeldosen ausgeteilt. Eine gute Idee in erfinderisch machenden Zeiten, in denen trotz der Einschränkungen nicht alles aufgegeben werden muss. Der Gemeindegesang ist weiterhin nicht möglich, doch im Gottesdienst erklingt trotzdem immer Musik. Am Aschermittwoch war dafür Cat Henschelmann aus Gera zuständig. Mit seiner Geige und Gesang begeisterte er die Zuhörer mit schwungvoller Irish Folk Musik. Wir sagen Danke für diesen besonderen Gottesdienst.
Monika Grzanna

 

Heiligabend 2020 – ein Rückblick

Das neue Jahr ist schon einige Wochen alt und Weihnachten scheint bereits weit zurück zu liegen. Nach christlichem Verständnis erstreckt sich der Weihnachtsfestkreis jedoch bis zum 2. Februar, bekannt als Maria Lichtmess. An diesem Lostag soll sich am Wetter ablesen lassen, ob es bald Frühling wird oder aber der Winter weiter sein eisiges Zepter schwingt. Unabhängig davon wird unser aller Leben seit Monaten von der Corona-Pandemie bestimmt und eine Änderung ist noch nicht in Sicht. Da tut es der Seele gut, sich an schöne und aufbauende Ereignisse zu erinnern. Davon konnte man in der Weihnachtszeit in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf viele erleben. Trotz aller Beschränkungen und der Aussicht auf ein ganz anderes Weihnachtsfest wollten wir keinesfalls auf die Verkündigung der frohen Botschaft am Heiligabend verzichten. Nur die Frage nach dem Wie beschäftigte Pfarrer Kurzke und den Gemeindekirchenrat schon lange vor den Dezembertagen. Gottesdienste mit Krippenspielen in den Kirchen waren unmöglich und Großveranstaltungen im Freien auch nicht die Lösung, wir fanden eine andere noch nicht Dagewesene. Acht dezentrale Andachten unter freiem Himmel vor den Kirchen, auf einem Sportplatz und auf zentralen Plätzen in Niederndorf, Harpersdorf, Kraftsdorf, Mühlsdorf, Pörsdorf und Rüdersdorf fanden schließlich am 24.12.2020 zwischen 15.30 Uhr und 17.30 statt. Sie erwiesen sich als die absolut richtige Entscheidung. Pfarrer Christian Kurzke leitete die Andachten im Erlbachtal, Pastorin Claudia Rammelt in den Bergdörfern. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Lektoren, Konfirmanden und Mitgliedern des Gemeindekirchenrates,  die die Weihnachtsgeschichte lasen, die musikalische Ausgestaltung übernahmen und sich um die vielen organisatorischen Dinge kümmerten. Auch da war alles anders als sonst üblich und mit einigen Herausforderungen verbunden. Große Pkw-Anhänger wurden als provisorische Altarräume mit Wetterschutz hergerichtet und die notwendige Ton- und Videotechnik musste installiert und funktionsfähig gemacht werden. Auf die Einhaltung der Hygieneregeln war zu achten und Anwesenheitslisten waren zu führen. Der beliebte Gemeindegesang war nicht gestattet, doch dies alles konnte die zu Herzen gehenden Andachten in keiner Weise schmälern. An allen Orten fanden sich sehr viele Besucher ein, von Jung bis Alt, Christen ebenso wie Menschen, denen Kirche sonst nicht so viel bedeutet. Doch sie alle einte der Wunsch, an diesem ganz besonderen Tag dem eigentlichen Sinn von Weihnachten nachzuspüren und in Anbetracht der schwierigen Zeit auch ein wenig Hoffnung und Trost zu erfahren.
Diese Erwartungen konnten mit Sicherheit erfüllt werden. Pfarrer Kurzke verband in seiner Predigt die Geschichte der Geburt Jesu Christi mit unserer Zeit und ihren Problemen. Bei uns war Weihnachten alles anders und auch bei Maria und Josef verlief die Geburt ihres Kindes vor rund 2000 Jahren völlig anders als geplant. Allein waren sie in der Fremde, ohne Beistand der Familie bei einer Geburt im Stall. Aber dann kommt es nochmals ganz anders, die Hirten sehen den Engel, der ihnen sagt: Fürchtet euch nicht, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren. Die Weihnachtsgeschichte sagt uns: auch anders wird es gut sein, denn Gott ist ja da. Er ist überall, auch bei uns zu Hause, bei der Bescherung, beim Singen und Beten, beim Telefonieren mit allen, die wir nicht sehen können. Trotzdem ist Gott da, mit der Geburt seines Sohnes ist er bei uns, so Pfarrer Kurzke. Die drei Worte „Fürchtet euch nicht“ sind für ihn die wichtigsten an Weihnachten und weit darüber hinaus. Sagen wir sie uns und anderen Menschen, gerade immer dann, wenn     vieles anders ist oder ganz anders kommt, als es geplant war.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Andachten darf keineswegs unerwähnt bleiben, das ist die Weihnachtsgeschichte der Geburt Christi, wie sie der Evangelist Lukas aufschrieb. Sie gehört untrennbar zum Heiligabend und viele Besucher kennen sie fast auswendig. Im Gottesdienst wird sie immer gelesen, diesmal konnten sie die Besucher außerdem als Film sehen. Pfarrer Kurzke fungierte dabei als Regisseur, Mitspieler und Schnittmeister, Hauptdarsteller waren die Konfirmanden unserer Kirchengemeinde. Die einzelnen Sequenzen der Geschichte wurden bei herrlichem Herbstwetter in der Rüdersdorfer Flur, im Schafstall und auf der Weide der Familie Weiser in Mühlsdorf und im Rüdersdorfer Pfarrhaus gedreht. Was dabei herauskam, konnte sich absolut sehen lassen. Die Besucher waren erstaunt und hoch erfreut über diese wunderbare Idee und ihre großartige Umsetzung. Viel Lob und große Anerkennung waren der verdiente Lohn für alle Beteiligten und Helfer für dieses außergewöhnliche und schöne Projekt. Obwohl alles anders war an diesem Heiligabend, vermittelten die Andachten mit der mobilen Kirche ein gutes Gefühl der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit. Sie brachten den Menschen Hoffnung und Zuversicht und ließen die Weihnachtsfreude lebendig werden.
Daran wollen wir auch im neuen Jahr festhalten. In unseren Kirchen werden trotz Corona auch weiterhin Gottesdienste an den Sonntagen und besonderen Gedenktagen gefeiert, immer unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln. Wir hoffen sehr, dass es so bleibt und laden herzlich dazu ein.
Monika Grzanna

 

Advent und Weihnachten in unseren Kirchen im Jahr 2020 – neue Wege sind gefragt

Für viele Menschen ist sie die schönste Zeit im Jahr, die Advents- und Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit voller Heimlichkeit und Vorfreude und oft auch voller Betriebsamkeit und Hektik. So ist es auch 2020, aber es ist nicht wie immer, denn die Corona-Pandemie hat unser Leben verändert und hält uns alle in Atem. Auch in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf ist Vieles anders geworden. Dabei sind wir in der guten Lage, dass Gottesdienste in dieser 2. Corona-Welle unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen weiter stattfinden können und wir hoffen sehr, dass es so bleiben wird. Trotzdem mussten auch wir uns umstellen, der Situation Rechnung tragen und neue Wege gehen. Der Schutz von Gesundheit und Leben ist aktuell wichtiger als das Festhalten an Traditionen. Aus diesem Grund wurden Gottesdienste aus kleinen Kirchen oder der Gaststätte „Käseschänke“ in die großen Kirchen verlegt sowie Chorproben, Senioren- und Gesprächskreise bis auf weiteres gestrichen. Auch die beliebten Krippenspiele am Heiligabend in übervollen Kirchen konnte es nicht geben. An ihre Stelle traten erstmals kurze Andachten unter freiem Himmel in den Orten unserer Kirchengemeinde, die alle wichtigen Bestandteile eines Gottesdienstes mit Krippenspiel enthielten. So war es trotzdem möglich, die frohe Botschaft der Weihnachtsgeschichte zu verkünden und erlebbar zu machen.
Mehrere schöne Gottesdienste und Veranstaltungen konnten wir trotz allem durchführen und dafür sind wir sehr dankbar. So haben wir den Besuchern ein wenig vom Glanz und der Herrlichkeit der Adventszeit mit auf ihren Weg gegeben und vor allem Hoffnung und Trost in dieser schweren Zeit vermittelt. Am Abend des 12.12.2020 fand eine musikalische Adventsandacht in der Rüdersdorfer Kirche statt. Sie wurde von der Sopranistin Dorothea Zimmermann aus Hopfgarten bei Weimar, der Chorleiterin und Organistin Brigitte Hahn und Pfarrer Christian Kurzke gestaltet. Gemeinsam sangen und musizierten sie für die zahlreichen Besucher und berührten Herz und Seele mit wunderschönen Chorälen und weihnachtlichen Weisen sowie Trompeten-, Flöten- und Orgelklängen. Am 3. Adventssonntag erwartete die Besucher ein besonderer Gottesdienst in der Kraftsdorfer Kirche. Dabei konnten wir den Tenor Gonzalo Diaz begrüßen, der den Gottesdienst mit seiner wunderbaren Stimme und dem Vortrag weihnachtlicher Lieder und Arien bereicherte, ein musikalischer Hochgenuss, der zurzeit anderswo nicht möglich ist. Gonzalo Diaz leitet unseren Gospelchor, auch das liegt auf Eis und er hat als soloselbstständiger Sänger wie auch Dorothea Zimmermann keine Anstellung. Deshalb unterstützen wir als Kirchengemeinde sehr gerne diese Künstler und geben ihnen in unseren Kirchen eine  Auftrittsmöglichkeit und eine kleine finanzielle Zuwendung.
Am Samstag vor dem 2. Advent lohnte sich ein Besuch der Reichardtsdorfer Kirche, hier fand eine Bläseradventsandacht mit Pfarrer Christian Kurzke, Blechbläsern aus Gera und Stadtroda unter der Leitung von Trompeter Ronald Schuch und mit der Organistin Rebecca Feige statt. Weihnachtliche Bläsermusik in einer Kirche zu hören, dazu Orgelklänge und beides in hervorragender Interpretation, was kann es Schöneres geben? Da kann nicht allzu viele andere Musik mithalten und dank der Liedauswahl und der Spielfreude aller Mitwirkenden auf hohem Niveau wurde diese Stunde zu einem ganz besonderen, traumhaft schönen und erhebenden Erlebnis. Dabei konnte man nicht nur innehalten vom Alltagsstress und die Sorgen samt Corona mal hinter sich lassen, sondern sich an der zauberhaften Musik erfreuen, Kraft und Hoffnung schöpfen und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest mit der Geburt von Jesus Christus tief im Herzen ankommen lassen und mit nach Hause nehmen.
Von dieser großen Hoffnung und Freude sprach auch Pfarrer Kurzke in seiner Andacht in der Reichardtsdorfer Kirche. Viele Menschen meinen in dieser Zeit, sie müssten Weihnachten irgendwie retten, aber dem ist nicht so. Es geht auch anders, es geht ohne große Feiern und ohne Essen im Überfluss, denn alles, was eigentlich zum Fest gehört wie Lichter, Sterne, Krippen, Musik, Gebete und Geschichten ist schon da und rettet uns. Erinnern wir uns an Kriegs- und Krisenzeiten, die es in früheren Zeiten oft gab. Auch da haben die Menschen Weihnachten gefeiert, auf einfache Art, mit dem Wenigen was sie hatten und sich daran erfreut. Pfarrer Kurzke bezeichnete den Advent als die Tür Gottes in unsere Welt und in unser Leben. Bitten wir Gott, Türen aufzumachen für Menschlichkeit und Frieden, lassen wir ihn herein in unser Leben und üben wir uns in Geduld und Liebe in dieser besonderen und schwierigen Zeit. Dann werden wir später zurückblicken können und sagen, es war alles anders und nicht leicht, es war oft schwer, kaum lösbar und herausfordernd, aber wir haben das Beste aus dieser Advents- und Weihnachtszeit gemacht und sie war trotz allem auch schön, wenn auch anders schön.
In diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern vor allem viel Gesundheit, viel Glück und Gottes Schutz und Segen für das neue Jahr 2021.
Monika Grzanna

 

Orgelandacht am 20.11.2020 in der Harpersdorfer Friedenskirche zum Totengedenken

Traditionell und untrennbar mit dem Monat November verbunden ist auch in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf das Gedenken an die Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres. In allen Kirchen finden aus diesem Anlass am Volkstrauertag, am Buß- und Bettag und am Ewigkeits- oder Totensonntag entsprechende Gottesdienste und Andachten statt. Dabei werden alle Verstorbenen, die zwischen dem 1. Advent des Vorjahres und dem Totensonntag auf einem unserer Friedhöfe ihre letzte Ruhestätte fanden, verlesen und eine Kerze für sie angezündet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie einer christlichen Kirche angehörten oder nicht. Es sind immer stille und bewegende Gottesdienste, sowohl für die Angehörigen der Verstorbenen als auch für alle übrigen Besucher.
Zu einer solchen Andacht hatte Pfarrer Christian Kurzke am Abend des 20. November 2020 in die Friedenskirche zu Harpersdorf eingeladen. Er stellte sie unter ein Bibelwort aus dem Lukasevangelium, Kapitel 24: „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneiget“. Es war eine besondere Andacht, denn neben dem Totengedenken wurde an diesem Tag auch die neue Orgel eingeweiht. So konnten die Besucher neben aller Trauer und dem Bewusstsein der Endlichkeit unseres Lebens stimmungsvoller Orgelmusik lauschen und die Hoffnung mitnehmen, dass uns Gottes Liebe und Gnade auch in unseren letzten Stunden und nach unserem Tod begleiten und aufhören werden.
Für die musikalische Umrahmung der Andacht hatten Pfarrer Kurzke, der Orgelbauer und Organist Dietrich Modersohn aus Jena und Heiko und Maria Müller ein ansprechendes und niveauvolles Programm zusammengestellt. Die Besucher erlebten ein kleines, aber feines Konzert mit Orgelwerken vorwiegend aus der Barockzeit und vor allem von Johann Sebastian Bach. Er schrieb bekanntlich auch wunderbare Werke für Orgel und Trompete, die ohne Zweifel zu den Glanzpunkten seines Schaffens gehören und nach wie vor jeden Liebhaber seiner hohen Kunst begeistern. Davon waren mehrere Stücke in Harpersdorf zu hören, meisterhaft interpretiert von Dietrich Modersohn und Christian Kurzke. Familie Müller aus Niederndorf reihte sich würdig ein ins Konzertprogramm und überzeugte einmal mehr mit Orgelspiel und Gesang von Chorälen und dem bekannten Spiritual „Amazing Grace“, zu deutsch „Erstaunliche Gnade“.
Eine Hauptrolle neben der Musik, den biblischen Lesungen und Gebeten spielte während der Andacht die Orgel. Pfarrer Kurzke berichtete zunächst, dass die alte Orgel so einige Schwachstellen aufwies und ihre Restaurierung immense Kosten verursacht hätte. So nutzte die Kirchengemeinde ein gutes Angebot der Neuapostolischen Kirche in Bad Langensalza, kaufte deren gebrauchte Orgel zum günstigen Preis und investierte nochmals, um alle bestehenden Mängel zu beseitigen. Das war trotzdem viel preisgünstiger als die Restaurierung der alten Orgel. Im Oktober machten sich die Orgelbauer Dietrich Modersohn und Hans-Ulrich Funke ans Werk: ca. eine Woche reparierten, intonierten und stimmten sie die Orgel neu, bis alles passte. Dietrich Modersohn erklärte während der Andacht den Aufbau und die Spielweise der Orgel, die über ein Manual, ein Pedal und fünf Register mit so klangvollen Namen wie z.B. Principal, Rohrflöte und Waldflöte verfügt. Die Register haben eine unterschiedliche Größe bzw. Tonlänge und man kann sie deshalb auch ganz verschieden einsetzen und spielen: entweder jeweils ein Register, nach und nach weitere dazu nehmen oder alle Register erklingen lassen. Auch das Teilen der Klaviatur ist möglich, so entstehen lautere Töne und eine größere Klangfülle. Seine Ausführungen unterlegte der Organist mit dem entsprechenden Orgelspiel. So konnten sich die Zuhörer sehr gut von den Möglichkeiten und der Vielfalt und Schönheit der neuen Orgel überzeugen, die durchaus als Konzertorgel genutzt werden kann. Wir wünschen der Kirchengemeinde viel Freude und viele schöne Erlebnisse mit der Königin der Instrumente.
Monika Grzanna

 

Musik am Abend in Niederndorf am 03.10.2020 und Rüdersdorf am 31.10.2020

Der Monat Oktober hielt gleich zwei musikalische Veranstaltungen in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf bereit. Die „Musik am Abend“ fand am 3. Oktober in der Niederndorfer und am 31. Oktober in der Rüdersdorfer Kirche statt. Wegen der Corona-
Pandemie wurde sie kurzfristig von Pörsdorf nach Rüdersdorf verlegt.
Die Abendmusik am Tag der Deutschen Einheit in Niederndorf wurde in bewährter Weise von Familie Müller und vom Kirchenchor Rüdersdorf gestaltet. Der Chor unter der Leitung von Brigitte Hahn absolvierte damit seinen ersten Auftritt nach der Coronapause und freute sich, dass dies möglich war. Die Sängerinnen und Sänger brachten wunderbar passend zur Jahreszeit schwungvolle Herbst- und Erntedanklieder zu Gehör. Sie besangen die Schönheit der Natur und brachten den Dank an Gottes Schöpfung zum Ausdruck. Mit einem Segenslied beschlossen sie ihren gelungenen Auftritt.
Heiko und Maria Müller überzeugten einmal mehr mit ihrem niveauvollen Vortrag, bestehend aus christlichen Liedern wie bspw. „Jesu meine Freude“ nach Gerhard Schöne und dem Abendmahlslied „Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt“. Vier schwungvolle und fröhliche Gospels rundeten das Programm ab und wurden ebenso wie der Chorgesang mit viel Beifall vom zahlreichen Publikum bedacht.
Ganz andere, aber ebenso schöne und beeindruckende Töne waren am 31. Oktober in Rüdersdorf zu hören. Das war von vornherein so gewollt, denn schon das Motto der Abendmusik mit dem Titel „Luther trifft Projektband-neue Klänge und neu hinhören am Reformationstag“ machte neugierig und versprach ein besonderes Musikerlebnis. Die hohen Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt und dafür waren die Bandmitglieder Uwe und Heike Kaselowsky, Heiko und Maria Müller sowie Pfarrer Christian Kurzke zuständig. Sie fanden sich vor nicht allzu langer Zeit zum gemeinsamen Musizieren und Singen zusammen und brachten dafür ihre musikalischen und gesanglichen Talente und Fähigkeiten ein. So entstand die Projektband, bestehend aus Gitarren-, Klavier- und Trompetenspiel und den dazu gehörenden Gesangsstimmen. Ein abwechslungsreiches Programm wurde zusammengestellt und fleißig geprobt. Die Besucher erlebten schwungvolle und sehr rhythmische christliche Lieder mit Texten von großer Aussagekraft und Tiefgang. Friedenslieder gehörten ebenso zum Programm wie „Es ist an der Zeit“ von Liedermacher Hannes Wader und das berührende „Sag‘ mir, wo die Blumen sind“ von Pete Seeger, das auch Marlene Dietrich seinerzeit sehr eindrucksvoll interpretierte. Pfarrer Christian Kurzke las nicht nur zum Reformationstag passende und wunderbare Zwischentexte aus der Bibel und natürlich von Martin Luther, er überzeugte auch als Sänger von Udo Lindenbergs Friedenssong „Wozu sind Kriege da?“ Doch damit nicht genug, die Band hatte noch mehr zu Herzen gehende Stücke auf Lager wie Holger Bieges unvergessenes Lied „Sagte mal ein großer Dichter“ und Herbert Grönemeyers Abschiedslied für seine verstorbene Frau mit dem Titel „Der Weg“.
Die großartige Band um Uwe Kaselowsky verabschiedete sich mit dem Glaubenslied „Gott ist gegenwärtig“, geschrieben von Gerhard Tersteegen im Jahr 1729 und heute noch so aktuell und wichtig wie damals, von einem begeisterten und dankbaren Publikum. Pfarrer Kurzke entließ die Besucher mit der Aussage, dass die Reformation vor allem auch durch die Lieder weiter getragen wurde und schließlich mit Luthers Abendsegen.
Bleibt uns noch, von Herzen Danke zu sagen für dieses wunderbare kleine Konzert, für den Einsatz aller Mitwirkenden, für diese sehr schöne Art des Gedenkens an die Zeit der Reformation ab 1517 und an seinen führenden Vertreter Martin Luther.
Wir hoffen auf eine Fortsetzung der „Musik am Abend“ im kommenden Jahr und freuen uns schon darauf.
Monika Grzanna

 

Erntedank- und Kirchweih-Gottesdienste im Herbst 2020

Jedes Jahr im Herbst finden sie in schöner Regelmäßigkeit in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf statt: ab Ende September laden wir zu den Erntedank-Gottesdiensten und ab Mitte Oktober zu den Kirchweih-Gottesdiensten ein. Beide haben nach dem Sommer und vor Beginn der Totengedenktage sowie der Advents- und Weihnachtszeit ihren festen Platz im Lauf des Kirchenjahres.
Zum Erntedank sind die Kirchen festlich geschmückt. In den Altarräumen künden Erntekronen, Garten- und Feldfrüchte, Produkte daraus sowie viele bunte Blumen von einer reichen und vielfältigen Ernte in unseren Dörfern und ebenso von der Spendenbereitschaft in unseren Gemeinden. Es ist immer wieder faszinierend und einfach schön, die Kirchen zu den Erntedank-Gottesdiensten zu besuchen. Durch die Farben und Düfte der Erntegaben kann man Gottesdienste für alle Sinne erleben, die es in dieser Form sonst nicht gibt. Dabei danken wir für die vielfältigen Gaben, die uns Gott in Form von Lebens- und Genussmitteln geschenkt hat und natürlich auch für alles Gute, was wir in unserem Leben an Liebe, Freundschaft, Gesundheit und Glück erfahren haben. Dankbarkeit ist eine wichtige Quelle der Zufriedenheit und das Teilen mit den Menschen, die wenig haben eine urchristliche Aufgabe. Deshalb werden die gespendeten Gaben in schöner und langer Tradition an die Geraer Tafel und das Wohnheim der Lebenshilfe in Niederndorf weiter gegeben. „Einen fröhlicher Geber hat Gott lieb“, so schrieb es vor langer Zeit schon der Apostel Paulus im 2. Brief an die Gemeinde in Korinth.
„Ein‘ feste Burg ist unser Gott, ein‘ gute Wehr und Waffen“, dieses starke Glaubenslied mit Text und Musik von Martin Luther ist untrennbar mit den Kirchweih-Gottesdiensten verbunden. Kirchweih oder Kirmes feiern wir, weil an diesen Tagen einmal die Einweihung oder Weihe unserer Kirchen vorgenommen wurde. An welchem Datum dies geschah, weiß man heute meist nicht mehr so genau, doch es wurde ein bestimmter Sonntag dafür festgelegt. In den Gottesdiensten steht deshalb unser christlicher Glauben im Mittelpunkt. So wie viele andere Gedenktage ist auch die Kirchweih ein Feiertag, den wir nach dem 3. Gebot heiligen, also würdigen und feiern sollten. Darauf ging Pfarrer Christian Kurzke in seiner Predigt zur Kirchweih am 25. Oktober 2020 in Pörsdorf ein. Er sagte, dass die Gebote Gottes für die Menschen gemacht sind und keineswegs gegen sie. Das bedeutet, dass wir an den Sonn- und Feiertagen, die als arbeitsfreie Tage gesetzlich geschützt und damit letzten Endes auch Freudentage sind, nicht arbeiten, sondern ruhen, fröhlich sein und feiern sollen. Von anderen Ansichten sollten wir uns nach dem Willen Gottes dabei nicht beeinflussen lassen. Er selbst legte nach sechs Tagen, an denen er die Welt erschuf, auch am siebenten Tag, dem Sonntag eine Pause ein, indem er sich sein Werk besah und sich ausruhte. Denken wir doch öfter einmal daran, nicht nur zur Kirmes, dass Sonn- und Feiertage der seelischen Ruhe und Erhebung sowie zum Krafttanken für die neue Woche dienen.
Monika Grzanna

 

Sommergottesdienst in der Reichardtsdorfer Kirche am 14.09.2020

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Sommerkirche digital - Ein besonderer Gottesdienst in Reichardtsdorf am 13.09.2020

Die Coronazeit stellt auch die Kirchen vor neue Probleme und Herausforderungen, denn auch das entspannte und fröhliche Feiern von leichten und beschwingten Sommer-Gottesdiensten ist nicht mehr ohne weiteres möglich. So kam die Kirchengemeinde in Gera-Untermhaus auf die Idee, 10 Dorfkirchen im Geraer Umland mit einem Video-Gottesdienst vorzustellen. 10 Persönlichkeiten, die in diesen Dörfern wohnen, wurden gebeten, ihre Lieblingsstellen aus der Bibel vorzutragen und zu berichten, was es aus ihrer Sicht dazu zu sagen gibt.
Am Sonntag, dem 13. September 2020 wurde die evangelische Kirche zu Reichardtsdorf zur digitalen Sommerkirche. Der idyllische kleine Ort im Goldgrund gehört politisch zu Bad Köstritz, kirchlich aber bereits seit Langem zu unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf. Den besonderen Gottesdienst zum Thema „Ein jegliches hat seine Zeit“ aus dem 3. Kapitel des Buches Kohelet gestalteten Pfarrer Christian Kurzke und der Reichardtsdorfer Marian Riedel. Besonders seine Stimme ist sicher vielen Zuschauern des MDR-Fernsehens bekannt als Redakteur von Beiträgen aus Ostthüringen. So wurde die Predigt zum hoch interessanten Gespräch zu einem allgegenwärtigen Thema – der Zeit – das jeden von uns betrifft und bewegt. Die Zeit ist unser Begleiter vom Beginn bis zum Ende unseres Lebens. Viele Menschen hetzen durch ihre Lebenszeit, finden aber keine Zeit zum Innehalten, um die schönen Momente zu genießen. Anliegen des Gottesdienstes war es deshalb vor allem, den Erfahrungen mit der Zeit mit Texten, Gebeten und Liedern nachzuspüren. Dies taten die zahlreich versammelte Gemeinde und besonders Pfarrer Kurzke und Marian Riedel, der überrascht war über die Einladung zu diesem außergewöhnlichen Vorhaben, denn ein gläubiger Mensch und Kirchgänger ist er eigentlich nicht. Trotzdem freute er sich darüber und ließ sich gerne darauf ein.
Was steht nun eigentlich in diesem besonderen Text von Kohelet, dem weisen Prediger Salomo? Kurz gesagt, jede Menge Lebensweisheiten, die ihre Gültigkeit niemals verlieren. „Jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde, als da sind: geboren werden und sterben, pflanzen und ausreißen, töten und heilen, abbrechen und bauen, weinen und lachen, klagen und tanzen, Steine wegwerfen und Steine sammeln, suchen und verlieren, herzen und aufhören zu herzen, behalten und wegwerfen, zerrreißen und zunähen, schweigen und reden, lieben und hassen, Streit und Friede.“
Zu einigen Textpassagen tauschten sich Pfarrer Kurzke und Marian Riedel aus und berichteten über ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen dazu. So sprach TV-Journalist Riedel von seiner Reise ins Kriegsgebiet nach Bosnien-Herzegowina in den 90er Jahren, wo er für eine Reportage unterwegs war. Was er dort sah und erlebte, gar nicht weit von uns entfernt, war unfassbar für ihn. Pfarrer Kurzke erging es ähnlich bei seinen Reisen in den Nahen Osten, wo er im Rahmen seiner Hilfsprojekte hautnah Not und Leid der Menschen durch Krieg und Zerstörung erlebte, aber auch Hilfe und Hoffnung geben konnte. Das Thema „Schweigen und Reden“ ist für den Medienmenschen Riedel besonders wichtig. Zuweilen könne Reden Silber und Schweigen Gold sein und man sollte auch wissen, wann man lieber mal schweigen sollte. Für unseren Pfarrer ist das Reden miteinander viel wichtiger als das Reden übereinander. Zeiten der Stille müssen bei der Vielfalt der Aufgaben aber ebenso ab und zu sein. Und dass es im Pfarrhaus auch mal Streit gibt, doch immer wieder Frieden geschlossen wird, erfuhren die Besucher auch.
Für Marian Riedel war es teilweise nicht leicht, die Worte Kohelets zu verstehen und zu deuten. Das traf auf das Steine sammeln und Steine wegwerfen zu. Mit den Steinen sind unsere Sorgen gemeint, die wir mit uns herumschleppen wie schwere Lasten. Wenn wir sie wegwerfen, lassen wir sie los und befreien uns davon, fand Christian Kurzke die Erklärung dafür. So haben alle Worte des Bibeltextes einen tiefen Sinn und wer sich die Worte annimmt, wird auch die Chance für einen Neuanfang darin sehen und die Kraft dafür finden.
Kommen Ihnen die Zeilen Kohelets vielleicht bekannt vor, liebe Leserinnen und Leser? Das trifft mit Sicherheit zu. Die Puhdys als erfolgreiche Ostrockband produzierten den bekannten Song mit dem Titel „Wenn ein Mensch lebt“ im Jahr 1973 für den DEFA-Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“. Damit schafften sie den Durchbruch und legten den Grundstein für ihre mehr als 40-jährige Musikkarriere. Den Text des Liedes schrieb Ulrich Plenzdorf in Anlehnung an genau diesen Bibeltext. In großer Zeitnot fiel ihm erst einmal nichts ein, deshalb griff er zur Bibel und fand zum Glück diese Worte voller Lebensweisheit. Das Lied erklang zur Freude der Besucher natürlich auch im Gottesdienst, wunderbar intoniert von einer Bläsergruppe aus Gera und Stadtroda und einer fabelhaften Organistin. Mit ihren schwungvollen und fröhlichen Melodien machten auch sie diesen besonderen Gottesdienst zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Alle, die nicht dabei sein konnten oder ihn nochmals sehen möchten, können dies sehr gerne tun. Der Gottesdienst wurde aufgezeichnet und kann auf der Internetseite bit.ly/Sommerkirche oder unter www.kirche-kraftsdorf.de angesehen werden.

Monika Grzanna

 

Kleine Abendmusik in der Kirche zu Mühlsdorf am 05.09.2020

Zur vierten Musik am Abend hatte unsere Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf am 05. September 2020 in die Mühlsdorfer Kirche eingeladen. Die zahlreichen Besucher konnten sich an diesem herrlichen Spätsommertag auf einen bunten Blumenstrauß aus Liedern und Musikstücken freuen, die Herz und Seele berührten und nebenbei für gute Unterhaltung und eine willkommene kleine Auszeit vom Alltag sorgten. Dafür hatten sich Heiko und Maria Müller aus Niederndorf eine weitere musikalische Familie zur Unterstützung ihrer neuen Musikreihe eingeladen. Uwe und Heike Kaselowsky aus Pörsdorf sagten kurzfristig sehr gerne Ja zu diesem Vorhaben. Gemeinsam stellten die beiden Ehepaare ein abwechslungsreiches Programm mit schwungvollen und besinnlichen Chorälen und Songs zusammen, das sich sehen und vor allem hören lassen konnte. Orgelstücke, gespielt von Heiko Müller und teilweise begleitet vom Gesang seiner Frau Maria gehörten ebenso zum vielseitigen Repertoire wie schwungvolle christliche Lieder des Ehepaares Kaselowsky mit Gitarrenbegleitung. Dass alle Vier auch gemeinsam gut singen können, stellten sie mit mehreren hitverdächtigen Liedern aus dem evangelischen Kirchengesangbuch unter Beweis. So erklangen bspw. „Ins Wasser fällt ein Stein“ und „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“. Eine kleine Andacht zum Thema „Sich öffnen“ von Uwe Kaselowsky, der auch als Lektor tätig ist, rundete das Programm ab. Sein Fazit daraus lautete einmal mehr, dass neben dem Heiligen Geist unbedingt auch der Geist der Musik uns Menschen Kraft und Hoffnung geben und uns beflügeln und stärken kann.
Wir danken den beiden Familien ganz herzlich für diese gelungene und wunderbare Zeit mit ihnen und freuen uns schon auf die nächsten Abendmusiken in Niederndorf und Reichardtsdorf.

Monika Grzanna

 

Musik am Abend hatte Premiere in der Kraftsdorfer Kirche am 06.06.2020

Das Leben in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf hat sich dank der Lockerungen der Corona-Pandemie ein wenig normalisiert, doch völlig normal ist es längst noch nicht. Manche liebgewordene Dinge wie Konzerte, die Gottesdienste in den Seniorenheimen und die Arbeit unserer vier Chöre können noch nicht stattfinden. Doch es entsteht in dieser Zeit auch Neues und Unerwartetes und darüber freuen wir uns sehr. So hatte am Samstag, dem 06.Juni 2020 die „Musik am Abend“ in der Kraftsdorfer Kirche St. Peter und Paul ihre Premiere. Die kleine Abendmusik um 17.00 Uhr wurde von Heiko, Maria und Gregor Müller aus Niederndorf gestaltet.
Heiko Müller ist seit Weihnachten 2019 als ehrenamtlicher Kantor in unserer Gemeinde tätig. Seitdem ist er sehr bemüht, sein Orgelspiel zu verbessern und zu vervollkommnen. So war er besonders seit März 2020 oft in der ständig geöffneten Rüdersdorfer Kirche anzutreffen, wo er fleißig an der Orgel übte und sich auch auf die musikalische Begleitung von Gottesdiensten vorbereitete. Daraus entstand die Idee der kleinen Abendmusiken. Dass sich das Üben gelohnt hat, davon konnten sich die Besucher erstmals in Kraftsdorf überzeugen. Die junge Familie hatte ein sehr schönes beschwingtes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das bei den Zuhörern sehr gut ankam. Heiko Müller ließ die Poppe-Orgel vielseitig und wunderbar erklingen, seine Frau Maria begleitete die Lieder mit ihrem berührenden Gesang und auch Sohn Gregor steuerte ein Orgelstück bei. Es erklangen beliebte und bekannte Volkslieder, Abendlieder, Choräle sowie klassische und neuzeitliche Orgelwerke. Zu hören waren zum Beispiel „Wie lieblich ist der Maien“, „Bleib bei mir Herr, der Abend bricht herein“, „Amazing Grace“ sowie „Der Mond ist aufgegangen“, bei dem die Besucher mitsingen konnten. Die gelungene Premiere wurde mit herzlichem Beifall belohnt und wird natürlich fortgesetzt. An jedem ersten Samstag im Monat bis November dieses Jahres laden wir dazu ganz herzlich ein, jedes Mal in eine andere Kirche. Die Termine und Orte sind im Gemeindeboten und auf den Aushängen an unseren Kirchen ersichtlich. Wir freuen uns nicht nur über zahlreiche Besucher, sondern auch über weitere musikalische Gemeindemitglieder, die die Abendmusiken mit eigenen gesungenen oder gespielten Beiträgen bereichern können. Dies ist auch der Wunsch von Familie Müller, der wir an dieser Stelle ein großes Dankeschön aussprechen möchten.
Monika Grzanna

 

Kirche in Zeiten der Corona-Pandemie und ein ganz anderes Osterfest 2020

Ein Virus hält in diesen Wochen und Monaten die Welt und uns alle in Atem. Die Corona-Pandemie verändert das gesamte Leben, wirkt in alle Lebensbereiche hinein mit Maßnahmen und Folgen, die wir uns noch Anfang März überhaupt nicht vorstellen konnten. Das kirchliche Leben auch in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf ist davon nicht verschont geblieben. Am 15. März 2020 fanden die bisher letzten Gottesdienste statt. Nach diesem Datum war alles anders, alle Gottesdienste und Veranstaltungen wie Bibelwoche, Chorproben, Hauskreise und das Konzert mit Gerhard Schöne zum Auftakt des Kraftsdorfer Musiksommers mussten abgesagt werden. Das tat weh und riss eine große Lücke in normale Abläufe und untrennbar zum christlichen Leben gehörende Selbstverständlichkeiten. Aber es war absolut notwendig und ging nicht anders und gab der Passions- und Fastenzeit nochmal eine ganz andere und sehr spürbare Dimension des Verzichts. Trotz allem haben wir den Kopf nicht in den Sand gesteckt und sind für unsere Gemeindemitglieder präsent geblieben. Seit dem Sonntag Lätare am 22. März läuten an jedem Sonntag um 10.00 Uhr in allen Kirchen unserer Gemeinde die Glocken, sind die Kirchen zu bestimmten Zeiten oder in Rüdersdorf sogar ständig geöffnet und laden zu Einkehr, Besinnung und stillem Gebet ein. In Rüdersdorf und Kraftsdorf erklingt außerdem Trompetenmusik. Andachten liegen für die Besucher in den Kirchen aus und werden den Kirchenmitgliedern an jedem Wochenende in die Briefkästen gesteckt. 300 solcher Andachten verteilen Kirchenälteste und Konfirmanden auf diese Weise in unseren Gemeinden. Für viele Menschen bedeuten sie Trost und Zuversicht, sie geben Kraft, Mut und Hoffnung und zeigen, dass sie in dieser schweren Zeit nicht allein sind. Andachten im Familienkreis oder allein bei Kerzenschein und Musik werden abgehalten und sorgen für neue Erfahrungen und bewegende Momente, in denen einem Gott ganz nahe ist. Wann macht man das sonst im ganz normalen Alltag? Nicht wenige Menschen, Christen wie Nichtchristen, bedanken sich bei Pfarrer Kurzke für diese gute Idee und wirksame Hilfe.

Und was für ein Osterfest sollte das werden? Es schien zunächst trostlos, ohne Kreuzweg, der Jahr für Jahr mehr Teilnehmer anzog, ohne die festlichen Oster-Gottesdienste mit der Feier der Auferstehung Christi, ohne Abendmahl, ohne Orgelspiel, Gesang und der wohltuenden Gemeinschaft dabei. Das alles konnte es nicht geben, aber der Wahlspruch lautete eindeutig: Nicht alles ist abgesagt, auch zu Ostern nicht! Am Karfreitag läuteten die Glocken aller Kirchen zu den sonst üblichen Ankunftszeiten der Kreuzwegwanderer. Zwei junge Frauen begaben sich allein auf ihre ganz persönliche Kreuzwegwanderung, sangen vor jeder Kirche und hinterließen kleine Zettelchen an den Schaukästen mit Mut machenden Botschaften. Nach dem üblichen Glockenläuten am Ostersonntag erklang in allen 7 Dörfern unserer Kirchengemeinde Musik und Gesang zur Würdigung dieses besonderen Feiertages, nicht im Kircheninneren, sondern vor den Kirchen. So waren Trompeten-, Keyboard- und Gitarrenklänge weithin zu hören und verkündeten die frohe Botschaft auf ganz andere, aber sehr schöne Art. Wer dabei war, erlebte es als etwas ganz Besonderes und sehr Schönes. Nicht nur als kleinen Ersatz, sondern als etwas Stärkendes, das in Erinnerung bleiben wird. Nicht unerwähnt sollen die am Osterfest vor den Kirchen aufgestellten und mit vielen Blumen geschmückten Kreuze bleiben. Nicht überall waren solche Kreuze vorhanden. Deshalb wurden in einigen Orten Kirchenälteste aktiv und stellten zu diesem Zweck neue große Holzkreuze her. So wurde es trotz aller Probleme und auch Dank des schönen Frühlingswetters doch noch ein annehmbares Osterfest.
Ein weiteres sehr schönes Ritual praktizieren die Pfarrerfamilie in Rüdersdorf und Familie Straßburger in Kraftsdorf. Seit dem 16. März treffen sie sich jeden Abend um 19.00 Uhr zum Singen und Musizieren vor dem Pfarrhaus bzw. auf dem Balkon. Nachbarn, Freunde und Einwohner kommen in entsprechendem Abstand hinzu und Verwandte in Nah und Fern werden sogar per Telefon zum Mitsingen und Zuhören dazu angerufen. Solange keine Gottesdienste stattfinden können, soll dies auf jeden Fall beibehalten werden. Auf diese Weise lebt der christliche Glauben auch in dieser schwierigen Zeit weiter und vermittelt Hoffnung auf bessere Zeiten, denn neben Phantasie, Beziehungen, Freundlichkeit und Zuwendung sind auch Musik und Beten nicht abgesagt. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser, ganz gleich ob Sie Kirchenmitglied sind oder nicht, eine behütete und gesegnete Zeit und vor allem Gesundheit.

Monika Grzanna

 

 

 

Adventszeit 2019 in unserer Gemeinde - Das große Wunder, Konzerte und ein besonderer Gottesdienst

Wo kann man heute noch einem großen Wunder begegnen? Viele Mitmenschen suchen es in spektakulären Freizeitbeschäftigungen, reisen zu außergewöhnlichen Orten und begeben sich für den besonderen Kick nicht selten in Gefahr. Die Christen in aller Welt erwarten jedes Jahr zum Weihnachtsfest ihr großes Wunder mit der Geburt von Jesus Christus, dem Heiland und Erlöser. Gott sendet seinen eingeborenen Sohn zu uns auf die Erde, ohne Pauken und Trompeten, mitten hinein in eine Welt voller Widersprüche, Kriege und Armut, in einer stillen Heiligen Nacht. Es ist sein größtes Geschenk an uns Menschen, auch oder gerade weil er in einem Stall fern der Heimat in Bethlehem geboren wurde und Maria und Josef ihn nur in eine Krippe statt in eine kuschelige Wiege legen konnten. Voller Vorfreude und Geduld wartet die Christenheit in der Adventszeit auf dieses große Wunder. Es ist Gottes Geschenk für uns und auch eine stille Zeit des Nachdenkens darüber, was Gott uns ein Leben lang damit schenkt. Zur Einstimmung auf das schönste Fest des Jahres bietet die Adventszeit auch in unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf viele Möglichkeiten. So wird am zweiten Adventssonntag seit vielen Jahren zum Gottesdienst in die Gaststätte „Käseschänke“ bei Kaltenborn eingeladen.

Der stimmungsvolle Gottesdienst außerhalb der Kirchenmauern ist für die zahlreichen Besucher und auch für unseren Pfarrer Christian Kurzke immer wieder etwas ganz Besonderes. „Gottesdienst zu feiern, wo die Gesangbücher Henkel haben, ist nicht alltäglich und sorgt für eine ganz andere und heimelige Athmosphäre“, bringt er es auf den Punkt. Das schätzen die Besucher und die Bläser aus Bad Köstritz und Harpersdorf ebenso. Sie alle kommen immer wieder gern in die Käseschänke, singen und beten gemeinsam und verfolgen gespannt die Predigt von Pfarrer Kurzke. Darin machte er Mut, die Zeichen der Zeit zu erkennen und selbst Schritte zur Veränderung zu tun, auch wenn es nur kleine Schritte sind.

Die Konzerte unserer Chöre am 3. Adventswochenende in den Kirchen Rüdersdorf und Harpersdorf sind weitere wichtige und sehr schöne Etappen auf dem Weg zum Weihnachtsfest. Der Kirchenchor Rüdersdorf und der Gospelchor sowie der Kirchenchor Kraftsdorf und der Hermsdorfer Sing- und Instrumentalkreis erfreuen die Zuhörer mit altvertrauten und neuen adventlichen Weisen und unterhalten sie nebenbei ganz wunderbar. Mit ihren fleißig geprobten Darbietungen stellen sie einmal mehr sehr eindrucksvoll ihr Können unter Beweis und widmen sich auch anspruchsvollen Melodien wie bspw. von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach. Bei den Liedern und Musikstücken steht natürlich der Sinn des Christfestes im Mittelpunkt. Für kein anderes Fest im gesamten Jahr wurden so viele Lieder, Choräle und festliche Musik geschrieben, allein in unserem Evangelischen Kirchengesangbuch sind fast 60 Lieder für Advent und Weihnachten enthalten. Die Chöre haben also eine große Auswahl und nutzen sie, um den Besuchern immer wieder auch neue Gesänge zu präsentieren.

Ein besonders schönes und schwungvolles Lied erklang zum Konzert in der Harpersdorfer Kirche. Es beginnt mit diesen Zeilen: Das große Wunder hat ganz klein begonnen, in einem stillen Winkel fing es an, und wurde im Gedränge übersehen, kein roter Teppich lag, wo es begann. Die 4. und letzte Strophe dagegen vermittelt große Freude und Hoffnung, sie lautet: Das ist der Tag, an dem uns Gottes Liebe erscheint in einem kleinen Kind. Das ist der Tag, an dem für unsre Erde die neue Zeit, die neue Zeit beginnt. Lassen wir die Freude über dieses große Wunder nicht nur zu Weihnachten in unsere Herzen hinein, nehmen wir sie mit ins neue Jahr und in unser Leben.

Monika Grzanna

 

 

Gottesdienst am 1.12.2019 (1. Advent) mit der Einführung des neuen Gemeindekirchenrates

Am 1. Dezember 2019, dem ersten Adventssonntag, hatte unsere Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf zum Zentral-Gottesdienst in die Kirche St. Peter und Paul nach Kraftsdorf eingeladen. Mit dem 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr und in schöner Tradition stimmen wir uns als Christen an diesem Tag auf die vor uns liegende Advents- und Weihnachtszeit ein. Ein weiteres wichtiges Ereignis stand ebenso auf dem Programm: die Einführung der neu gewählten Gemeindekirchenräte, ihrer Stellvertreter und der Sprengelräte unserer Gemeinde. Den stimmungsvollen Gottesdienst leitete Pfarrer Christian Kurzke, unterstützt von Lektor Jörg Straßburger. Die musikalische Begleitung lag in den Händen von Simone Straßburger an der Orgel und Robert Präßler an der Trompete.
Im Predigttext für diesen Sonntag, einem Abschnitt aus dem 13. Kapitel des Briefes an die Gemeinde in Rom ging es dem Apostel Paulus als Verfasser des Briefes um Nächstenliebe, die Einhaltung der christlichen Gebote, ein Abwenden vom Nichtstun und ein Leben und Wirken im Licht zum Wohl der Mitmenschen und zur Ehre Gottes. Den Schwerpunkt legte Pfarrer Christian Kurzke in seiner Predigt auf die Liebe. Der Apostel Paulus sagt uns, dass alles Tun mit Liebe geschehen soll, die bescheiden ist und nichts Böses will. Besonders wichtig ist dies in der Advents- und Weihnachtszeit, die für uns oft mit Hektik und Stress verbunden ist. Da kann es schnell passieren, dass die Liebe dabei auf der Strecke bleibt und manchmal ist das wirklich schwer zu realisieren. Aber Paulus macht uns Mut, gemeinsam alles in Liebe zu tun, denn der Advent und Weihnachten sind doch vor allem Zeiten der Liebe, der Freude und der Dankbarkeit, auch für alles Unerwartete. Wer alles in Liebe tut, das Schöne und das Unangenehme, kann das Abarbeiten von to-do-Listen sowie Stress und Hektik vergessen. Wer so an die Aufgaben heran geht, verbannt die Werke der Finsternis und wie es Paulus schreibt „legt an die Waffen des Lichts“.
Diese klugen und schönen Worte richtete Pfarrer Kurzke an die gesamte Gemeinde und besonders an die im Oktober 2019 neu gewählten Gemeindekirchenräte, ihre Stellvertreter und an die Sprengelräte. Sie alle sind in der neuen 6-jährigen Amtszeit ebenso angehalten, bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit nicht in Listen zu denken und zu handeln, sondern gemeinsam alles in Liebe zu tun, was getan werden muss, aber auch Traditionen zu wahren und wo es nötig ist, nach neuen Wegen und Lösungen zu suchen. Pfarrer Kurzke führte sie feierlich in ihr Amt ein, wünschte ihnen viel Kraft und Gesundheit und sprach ihnen Gottes Segen zu. Alle Gewählten bekräftigten gemeinsam ihren Willen zur Ausübung ihrer Ehrenämter mit der Zusicherung: „Ja, mit Gottes Hilfe“. Damit gaben sie ihr Wahlversprechen vor Gott und der Gemeinde ab, in seiner Kirche und in unserer Gemeinde mitzuwirken, Verantwortung zu übernehmen, zu beten, zu arbeiten und sich mit ihren Gaben auf vielfältige Art und Weise einzubringen.
Anschließend dankte Simone Straßburger als alte und seit dem 02.12.2019 auch neue Vorsitzende des Gemeindekirchenrates unserer Kirchengemeinde für die Wahl, die für die Kandidaten und die Gemeinde doch immer etwas Besonderes ist und sich in vielen Dingen von den Wahlen in der Politik unterscheidet. Es gab weder Wahlplakate noch Wahlkampf und keine Wahlversprechen, die evtl. gar nicht eingehalten werden können. Mit dem im Gottesdienst abgegebenen Wahlversprechen sind die Gewählten Gott und ihrer Gemeinde verpflichtet. „Dazu brauchen wir nicht nur Tüchtigkeit, Organisationstalent, Fleiß, Zeit und frohen Mut, sondern vor allem auch eine Gemeinde, die Christus nachfolgt, eine Gemeinde, der der Glaube an Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist nicht gleichgültig ist und eine Gemeinde, die füreinander und miteinander betet, Gottes Wort ernst nimmt und für wahr hält“, so die Worte von Simone Straßburger. Und abschließend fügte sie hinzu: „Wenn wir das miteinander schaffen, dann muss uns vor der Zukunft in dieser Gemeinde und in dieser Kirche nicht bange sein und dann kann auch die Arbeit im Gemeindekirchenrat und in den Sprengelräten gelingen.“
Monika Grzanna

 

 

Friedensgebet in der Rüdersdorfer Kirche am 9.11.2019 (30 Jahre Maueröffnung)

Der 9. November 1989, ein Donnerstag, begann für viele Menschen als ganz normaler Arbeitstag, doch er endete mit einem Paukenschlag und veränderte die Welt. Durch eine voreilig bekannt gegebene Pressemitteilung, die erst am 10. November 1989 veröffentlicht werden sollte, wurde Geschichte in unserem Land geschrieben. Über Nacht öffneten sich plötzlich die Grenzen, die Mauer als Trennlinie zwischen den beiden deutschen Staaten war offen. An dieses Wunder hatten viele Menschen in Ost und West nicht mehr geglaubt.
In den Medien wurde ausführlich über das 30-jährige Jubiläum der politischen Wende mit zahlreichen Filmen, Reportagen und Interviews berichtet. Auch unsere Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf erinnerte mit einem eindrucksvollen Friedensgebet am Abend des 9. November 2019 in der Kirche zu Rüdersdorf daran. Hauptanliegen war zum einen die dankbare Erinnerung an die Ereignisse vor 30 Jahren und zum anderen, was wir heute in unserem Land brauchen, damit die Menschen friedlich und zufrieden miteinander leben können.
Zu Beginn sahen und hörten die zahlreichen Besucher die Originalaufnahmen von der Pressekonferenz des Politbüros des ZK der SED mit Günter Schabowski und seinem berühmten Zettel. Seine Worte von der unverzüglichen Reisefreiheit klangen unsicher und unreal, doch die Nachfragen der Journalisten brachten Gewissheit. Was diese Nachricht auslöste, daran kann sich jeder in unserem Land und besonders in der ehemaligen DDR sehr gut erinnern. Jeder, der konnte und es andernfalls auch nie gekonnt hätte, wollte so schnell wie möglich endlich mal in den Westen. Verstopfte Straßen und Autobahnen, grenzenlose Freude auf beiden Seiten der Mauer, lange Schlangen beim Anstehen nach dem Begrüßungsgeld und leer gekaufte Supermärkte in den grenznahen Gebieten der BRD waren an der Tagesordnung. Und die Nachrichten der Aktuellen Kamera waren noch nie so interessant wie in diesen Wochen.
Auf solch eine Zeitreise zurück in die Herbsttage 1989 gingen die Besucher ganz konkret während des Friedensgebets. Mitglieder unserer Kirchengemeinde aus Kraftsdorf und Rüdersdorf mit dem Zusatz - aus ehemals Ost und ehemals West -, berichteten, wie sie die Zeit der Wende und den 9. November erlebten. Die Zuhörer erfuhren von der Teilnahme an den Friedensgebeten in der Johanniskirche Gera und in der Leipziger Nicolaikirche sowie von der anschließenden Teilnahme an den Demonstrationen. Beeindruckend war, dass die Pfarrer in den Kirchen trotz heftiger Diskussionen als beispielhafte Ruhepole wirkten und bei den Demos alles ruhig und ohne Gewalt ablief. Ganz ohne war das nicht, teilweise lief auch die Angst bei den Demos mit. Die Nachricht selbst, die am 9.11.89 über die Bildschirme flimmerte, konnten viele zunächst nicht glauben und waren völlig perplex. Da mussten schon mal die Nachrichten von ARD und ZDF zur Sicherheit herangezogen werden. Doch dann war die Freude groß, man konnte mit Sekt darauf anstoßen und sang gemeinsam „Nun danket alle Gott“. Ein Ehepaar aus Kraftsdorf, das 1989 in Grenznähe in der BRD lebte, legte seine Sicht der Ereignisse dar. Beide erfuhren im TV davon und konnten es zunächst nicht glauben. Sie hatte keine Kontakte in die DDR und war beeindruckt vom mutigen und entschlossenen Auftreten der Menschen in den Kirchen und auf den Straßen. Er hatte Kontakte und freute sich, war aber auch skeptisch und sah, dass viele Menschen über manche Dinge in der BRD enttäuscht sein würden.
Als Grundlage für seine Predigt hatte Pfarrer Christian Kurzke die Seligpreisungen aus der Bergpredigt ausgewählt. Darin geht es besonders um die Sanftmütigen und Friedfertigen, die zu jeder Zeit gefragt sind. Vor 30 Jahren sorgten sie mit Kerzen und Gebeten für die friedliche Revolution, die Gott sei Dank ohne Gewalt verlief. Die deutsche Einheit als wichtigstes Ergebnis brachte zahlreiche Fortschritte und Erfolge für viele Menschen, aber auch Probleme und Ungerechtigkeiten. Deshalb brauchen wir heute wie damals klare Worte, das Vertrauen in Gottes Wort, Nächstenliebe auch für Fremde und das Teilen mit denen, die wenig haben. Wir alle sollten uns aufmachen zu mehr Gerechtigkeit und Frieden, damit die Unzufriedenheit weicht und die Menschen wieder zufriedener werden.
Musikalisch gestaltet wurde das Friedensgebet mit Chorälen und Liedern, die auch vor 30 Jahren in den Kirchen gesungen wurden, wie z.B. „Sonne der Gerechtigkeit“, „Vertraut den neuen Wegen“ und dem bekannten „We shall overcome“ von Pete Seeger. Der Song „Freiheit“ mit Marius Müller-Westernhagen erklang ebenfalls.
Zum Abschluss des Friedensgebets verließen die Besucher mit brennenden Kerzen in den Händen die Rüdersdorfer Kirche.
Monika Grzanna

 

 

Hubertusmesse in der Kirche Rüdersdorf am 19.10.2019

Sie ist schon zur Tradition geworden, die Hubertusmesse in der Rüdersdorfer Kirche. Auch in diesem Jahr luden die Kirchengemeinde und die Jagdgenossenschaft Rüdersdorf-Grüna am 19. Oktober dazu ein. Zahlreiche Besucher kamen, um sie mit Pfarrer Christian Kurzke, der Jagdhorngruppe „Reuß’sche Jäger“ Gera und dem Kirchenchor Rüdersdorf zu erleben und zu feiern. Normalerweise gibt es in unseren evangelischen Kirchen keine Messen, sondern Gottesdienste und auch keine Heiligenverehrung. Pfarrer Kurzke erläuterte,  weshalb dies trotzdem möglich und richtig ist. Philipp Melanchthon, ein enger Weggefährte Martin Luthers, schrieb in seinem Augsburger Bekenntnis, dass auch wir die Heiligen ehren und sie uns zum Vorbild nehmen sollten. Und das geschah einmal mehr sehr eindrucksvoll und berührend im Rahmen dieser außergewöhnlichen Messe zu Ehren des Heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger und Forstleute. Für die perfekte Ausgestaltung und absolut passende Stimmung in der wunderschön geschmückten Kirche sorgten wie schon in den Jahren zuvor in bewährter Weise die „Reuß’schen Jäger“ mit ihrem meisterhaften Spiel auf ihren Parforce-Jagdhörnern. Diese Musik ist einfach wunderschön und urtümlich, der Klang der Jagdhörner beruhigt, reißt gleichzeitig mit und erfreut Herz und Seele. Die Bläser ließen nicht nur Jagdlieder und Jagdrufe erklingen, sondern brachten ebenso gekonnt Bestandteile der Liturgie und Abendmahlsgesänge zu Gehör. Ganz besonders einprägsam und echt intonierten sie zum Abschluss der Messe den Klang der Glocken, ohne Zweifel ein Hörerlebnis der ganz besonderen Art. Herzlicher Applaus war der Lohn für diese großartige Leistung.
Wer war eigentlich dieser Heilige Hubertus? Die Legende berichtet, dass er 655 in Toulouse geboren wurde, aus gutem Hause stammte und nach einer standesgemäßen Ausbildung hoher Beamter am Königshof war, was ihm ein privilegiertes Leben ermöglichte. Er heiratete eine Fürstentochter und alles schien perfekt. Doch seine Frau starb bei der Geburt des ersten Kindes. Diesen schweren Schicksalsschlag verkraftete er nicht und sah in der wilden und rigorosen Jagd auf die Tiere des Waldes den einzigen Ausweg aus seiner Lage. Selbst am Karfreitag konnte er das Jagen nicht lassen, bis ihm ein kapitaler Hirsch mit einem Kreuz auf der Stirn erschien, eine Stimme ihn ansprach und ermahnte, endlich damit aufzuhören. Hubertus war wie versteinert und änderte daraufhin sein Leben völlig. Er jagte nie wieder, sondern besann sich auf die wirklichen Werte des Daseins, studierte Theologie und wurde später sogar Bischof und schließlich heiliggesprochen.
Diese Bekehrungsgeschichte gibt zu denken, auch uns kann das Schicksal hart treffen und wir fragen uns, wo wir Hoffnung und Hilfe finden können, um damit fertig zu werden und ins Leben zurück zu finden. Wie Hubertus brauchen auch wir eine Stimme, die uns aus Angst und Verzweiflung herausholt. Das können liebe Menschen sein oder auch Gottes Wort. Schon der Prophet Jeremia sagte: Wenn ihr mich von Herzen sucht, so will ich mich von euch finden lassen. Die Hubertusmesse mit ihrem festlichen Charakter, der Legende des Heiligen und den kraftvollen Jagdhornklängen kann ein Impuls dafür und ein Hoffnungszeichen sein.

Monika Grzanna

 

 

Gottesdienste für alle Sinne am Erntedankfest in Niederndorf am 6.10.2019

Das Erntedankfest ist jedes Jahr ein Höhepunkt im Gemeindeleben unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf. Von Ende September bis Mitte Oktober fanden in allen 7 Kirchen stimmungsvolle Erntedank-Gottesdienste statt. Dazu werden die Altarräume festlich geschmückt und heraus geputzt wie sonst nur noch in der Advents- und Weihnachtszeit. Garten- und Feldfrüchte in großer Vielfalt, kunstvolle Erntekronen und viele Blumen zaubern eine besondere Stimmung in die Kirchenräume und lassen die Gottesdienste zu einem großen Dank für die Schöpfung und den Schöpfer werden. Sie sprechen alle Sinne an und auch die Musik und das Singen nehmen einen würdigen Platz ein. Die Gemeinde singt die schönen alten Dank- und Erntelieder und unsere Kirchenchöre Rüdersdorf und Kraftsdorf sowie der Kinderchor stellen ihr Können unter Beweis. Einen besonders stimmungsvollen Familien-Gottesdienst feierten zahlreiche Besucher am 6. Oktober 2019 in der Niederndorfer Auferstehungskirche. Unter der Leitung von Pfarrer Christian Kurzke und Pastorin Claudia Rammelt stellte der Kinderchor das Landleben mit Säen und Ernten und dem Verwerten der Pflanzen, Früchte und Tiere dar. Doch das alles ist keineswegs selbstverständlich und liegt nicht allein in unserer Hand, auch wenn wir in unserem Land trotz Dürre oder sonstiger Wetterunbilden alles kaufen können, was wir zum täglichen Leben brauchen, so das Fazit des kleinen Spiels. Die Kinder des Kindergartens Niederndorf beteiligten sich mit ihren Erzieherinnen ebenfalls wie schon im Vorjahr mit einem kleinen Programm an der Gestaltung des Gottesdienstes. Die schönen Herbstlieder und die Geschichte vom Apfel, den die Tiere am Ende unter sich teilen, belohnten die Besucher  ebenso wie die Darbietungen des Kinderchores mit herzlichem Beifall. Während der biblischen Lesung wurde schließlich auch die gesamte Gemeinde aktiv ins Geschehen einbezogen. Zahlreiche Besucher schrieben gerne auf, wofür sie in ihrem Leben danken möchten. Viele bunte Danknotizen fanden schließlich Platz an einem großen Dankebaum. „So wird unser Dank auch sichtbar, denn wir haben allen Grund dazu“, so Pfarrer Kurzke.
Danke sagen möchten auch wir als Kirchengemeinde für den wunderbaren Gottesdienst und für das anschließende gemütliche Beisammensein bei Kaffee und Kuchen im Niederndorfer Kindergarten. Unser Dank gilt allen Helfern, allen Spendern der Erntegaben, über die sich auch in diesem Jahr das Wohnheim der Lebenshilfe in Niederndorf freute, und ebenso allen fleißigen Kuchenbäckerinnen und dem Team des Kindergartens Niederndorf.

Monika Grzanna

 

 

Eine Reise um die Welt mit dem Kinderchor Rüdersdorf zum Fest der Vereine am 16.06.2019

Der Fest-Gottesdienst beim großen Schalmeienjubiläum war nicht der einzige Programmpunkt unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf. Auch der Kinderchor hatte seinen großen Auftritt beim Fest der Vereine am 16. Juni 2019 in der Rüdersdorfer Agrarhalle. Die Kinder unternahmen eine stimmungsvolle und zum Nachdenken anregende „Reise um die Welt“. Mit den passenden Liedern und Texten und nicht zu vergessen den entsprechenden Kostümen, Requisiten und Maske für die kleinen Darsteller ging es nach Indien, in den Nahen Osten, nach Australien und Paris wieder zurück in die Heimat nach Rüdersdorf. Dabei stellten die Kinder das Leben der Menschen und ihre Religion in den einzelnen Ländern mit ihrer Vielfalt und den Besonderheiten vor. Auch das Leben in unserem Land und in unserer Kirchengemeinde kam zur Sprache. Es war eine hoch interessante und informative Reise, die die Besucher in ihren Bann zog und über die professionelle Darstellung durch die Kinder staunen ließ. Sie waren mit Feuereifer und großem Fleiß voll engagiert bei der Sache, hatten alle Texte und Lieder auswendig gelernt und brannten darauf, ihr Werk dem Publikum endlich vorstellen zu können. Die Texte hatten sie größtenteils selbst geschrieben und sich viele Gedanken zu den Reisestationen gemacht. Unter der Leitung von Claudia Rammelt und Pfarrer Christian Kurzke wurde schließlich ein anspruchsvolles und rundes 30-Minuten-Programm daraus, das sich hören und sehen lassen konnte und am Ende mit viel Beifall belohnt wurde.
Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an den Kinderchor und an unser Pfarrerehepaar sowie an alle Eltern und Helfer, die diesen eindrucksvollen Auftritt möglich gemacht haben.

Monika Grzanna

 

Fest-Gottesdienst zum Schalmeienjubiläum in Rüdersdorf am 16.06.2019

Ein ganzes Juni-Wochenende lang feierte die sehr bekannte und von Jung und Alt hoch geschätzte und beliebte Rüdersdorfer Schalmeienkapelle hoch verdient ihr 70-jähriges Bestehen. Zum ersten Mal gehörte auch unsere Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf als aktiver Bestandteil des Festprogramms am Tag der Vereine am Sonntag, dem 16. Juni 2019 dazu: mit einem Fest-Gottesdienst zu Beginn des Tages in der Kornhalle der Agrargenossenschaft Rüdersdorf. Wie es dazu kam, ist schnell erklärt. Vor ein paar Monaten fragte Marco Nowotny, der musikalische Leiter der Kapelle und Cheforganisator des Festes, bei Pfarrer Kurzke an, ob er das zu diesem schönen und  bedeutenden Jubiläum vielleicht mal machen könnte. Die Kirche sei zwar kein Verein in dem Sinne, doch einzubringen hätten wir Vieles, so die Überzeugung Nowotnys. Unser Pfarrer war von dieser schönen Idee begeistert und sagte sofort zu, weil der Glaube auch mal aus den Kirchenmauern raus muss unter die Menschen und auf solch einem großen und wunderbaren Fest genau richtig ist.
Gesagt, getan, daraufhin wurde eifrig überlegt, geplant, mit den Beteiligten gesprochen und immer wieder geprobt für eine optimale Vorbereitung. Zu bedenken gab es eine Menge, denn ein Gottesdienst an solch einem ungewöhnlichen Ort war eine Premiere und Herausforderung zugleich für uns als Kirchengemeinde. Ein Beamer für die Liedtexte musste her, die passende Tontechnik für die Sprecher, Bläser und rund 60 Chorsänger auf der riesigen Bühne war zu installieren und 100 Kleinigkeiten zu bedenken. Dank der Hilfe vieler fleißiger Hände klappte alles und das Ergebnis konnte sich absolut hören und sehen lassen. Ohne Übertreibung kann man sagen, es war ein Fest-Gottesdienst, wie er im Buche steht: mitreißend, stimmungsvoll, fröhlich, nachdenklich, berührend, wunderschön und etwas ganz Besonderes, das man tief im Herzen einschließen und sehr gerne daran zurückdenken wird.
Alle Mitwirkenden gaben ihr Bestes und machten diese Stunde unvergesslich. Dazu gehörten die Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre Rüdersdorf und Kraftsdorf, des Gospelchores und des Kinderchores unter der Gesamtleitung von Claudia Rammelt, die Bläser aus Bad Köstritz, die Lektoren Jörg Straßburger und Monika Grzanna und natürlich Pfarrer Christian Kurzke. In seiner Predigt forderte er die zahlreichen Besucher auf, sich über diesen schönen Tag von Herzen zu freuen, auch weil etwas riskiert und Mut bewiesen wurde und ebenso, selbst mitzumachen statt zu schnell kritische Worte zu gebrauchen. Ohne Konflikte gehe es oft nicht, doch soweit müsse es nicht kommen. Ein gemeinsamer Sinn und ein Ziel seien dazu notwendig und das könne nur der Gott der Liebe und des Friedens sein. Das Wichtigste sei für ihn, so Kurzke, dass Christen und Nichtchristen diesen Gottesdienst gestaltet und nicht danach gefragt haben, ob es sich auch lohnen würde. In Erinnerung sollte bleiben, dass Gott mitten unter uns war auf diesem schönen Fest und sich mit uns gefreut hat.
Wir sind sehr froh und sehr dankbar, dass wir beim großen Schalmeienjubiläum dabei sein konnten und versichern, so wie es die Chöre im Gottesdienst gesungen haben: In Gottes Haus sind auch weiterhin stets offene Türen, für Jung und Alt, für Arm und Reich, in Gottes Haus ist jeder willkommen, denn seine Liebe ist für alle gleich.

Monika Grzanna

 

Schöne Tradition – Gottesdienst im Grünen am Himmelfahrtstag 30.05.2019

Seit 2002 findet er in herrlicher Natur statt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit: der Gottesdienst am Feiertag Christi Himmelfahrt. Bei schönstem Frühlingswetter konnte er zur Freude sehr vieler Besucher auch am 30. Mai 2019 an den Tesseteichen gefeiert werden. Das beliebte Naherholungsgebiet bot einmal mehr die perfekte Kulisse für diesen besonderen und stimmungsvollen Gottesdienst. Bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher, umgeben von Wald und Wiesen, herrschte eine hervorragende Stimmung, die alle Sorgen des Alltags ein Mal vergessen ließ. Seit Jahren wird der Gottesdienst gemeinsam von den Kirchspielen Rüdersdorf-Kraftsdorf und St. Gangloff durchgeführt. Die Pfarrer Christian Kurzke und Stefan Langner als Verantwortliche wurden tatkräftig unterstützt von den Bläsern aus Bad Köstritz, dem Kirchenchor mit Sängerinnen aus beiden Kirchspielen unter der Leitung von Sybille Stäps (das gibt es übrigens nur an Himmelfahrt in der Tesse), von Lektor Jörg Straßburger sowie Simone Straßburger am Keyboard.
In der Predigt ging Pfarrer Langner auf sehr bekannte Worte aus dem Matthäus-Evangelium ein: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Für ihn gehören diese Worte zu den positivsten und aussagekräftigsten der Bibel, weil sie so viel Vertrauen, Hoffnung und Kraft in Gottes Zusagen vermitteln. Auch wenn uns manchmal viel zugemutet wird, sollten wir dennoch nicht ängstlich in die Zukunft blicken, sondern lieber sagen: Ich bin gespannt, was Gott jetzt noch mit mir vorhat.
Die Mut machenden Worte hatten noch eine weitere wichtige Funktion, sie waren der Taufspruch für Frida Sophie aus St. Gangloff. Die Bibelworte werden sie nun ein Leben lang begleiten, das kleine Mädchen wurde im Gottesdienst getauft. Auch dies ist inzwischen zur schönen Tradition geworden, bisher fanden schon mehrere Taufen im Tessegrund statt. Zum Abschluss des Gottesdienstes ließen die Kinder wieder bunte Luftballons mit ihren Adressen als fröhliche Botschaft des Tages in den blauen Himmel steigen. Und natürlich gehörte auch das gemütliche Beisammensein mit Grillartikeln und guten Gesprächen dazu.
Ein großes Dankeschön sprechen wir an dieser Stelle allen Mitwirkenden und Helfern aus.
Monika Grzanna

 

Frühlingsabendmusik in Rüdersdorf am 14.05.2019

Dazu hatte der Kirchenchor Rüdersdorf am Abend des 14. Mai 2019 in die Rüdersdorfer Kirche eingeladen. Die Besucher erlebten eine besinnliche kleine aber feine Auszeit vom Alltag mit schönen, meist altbekannten, aber auch neuen Frühlings- und Abendliedern mit einem Kirchenchor, dem das Singen wieder viel Freude und Spaß macht. Das war deutlich zu spüren und zu verdanken ist dies ganz besonders der neuen Chorleiterin Brigitte Hahn aus Caaschwitz. Sie nahm den Chor nach dem Weggang von Kantor Paul Bars im Februar unter ihre Fittiche. Seitdem wurde fleißig und vor allem fröhlich geprobt, auf dem Erreichten aufgebaut und neue Lieder einstudiert. Davon konnten sich die Besucher nicht nur überzeugen, sondern auch selbst kräftig mitsingen. Zu hören waren neben geistlichen Frühlings- und Abendliedern wie bspw. „Wie lieblich ist der Maien“ oder „Nun ruhen alle Wälder“ auch schöne Volkslieder wie „ Nun will der Lenz uns grüßen“ und „Der Kuckuck und der Esel“, die in Funk und Fernsehen kaum noch gespielt werden. Abgerundet wurde die stimmungsvolle Abendmusik mit Orgelstücken, gespielt von Frau Hahn sowie mit Lesungen und Gebeten, vorgetragen von Pfarrer Kurzke.
Erklärtes Anliegen des Chores bei dieser öffentlichen Chorprobe war und ist natürlich auch die Gewinnung neuer Sängerinnen und Sänger. Wer Lust zum Mitsingen hat, ist herzlich willkommen. Treffpunkt ist immer am Dienstag um 19.30 Uhr im Pfarrhaus Rüdersdorf.
Ein großes Dankeschön geht an die Sängerinnen und Sänger des Chores, die mit ihren Liedern Freude und Fröhlichkeit vermittelten. Wir wünschen ihnen und ihrer Chorleiterin auch weiterhin viel Spaß am Singen und erfolgreiche Auftritte.
Monika Grzanna

 

Abschluss-Gottesdienst zur Bibelwoche 2019 begeisterte Jung und Alt

An fünf Abenden und Nachmittagen beschäftigten sich Menschen aller Altersgruppen in der jährlich stattfindenden Bibelwoche unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf mit Texten aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper. Philippi liegt im Norden Mazedoniens im heutigen Griechenland, Paulus bereiste die Gemeinde mehrmals. Den Brief schrieb er vermutlich aus dem Gefängnis. Er schildert seinen Zustand in der Gefangenschaft und gibt den Christen in Philippi Anleitungen zum Leben und Leiden in der Gemeinschaft für und mit Jesus Christus. Er ist besorgt um das Heil der Menschen und warnt vor Irrlehrern, ebenso mahnt er zur Einigkeit und vor allem zur Freude im Herrn als zentrale Botschaft seines Briefes. In den Gesprächsrunden tauschten sich die Teilnehmer über die Texte aus und arbeiteten ihre Verbindung und Bedeutung für unser Leben und Christsein heute heraus.
Der Abschluss-Gottesdienst zur Bibelwoche fand am Sonntag, dem 24.03.2019 in der Niederndorfer Auferstehungskirche statt. Die zahlreich versammelte Gemeinde war gespannt auf den im Vorfeld angekündigten anderen, aus dem üblichen Rahmen fallenden  Gottesdienst. Seinen Grund hatte dies vor allem in der aktiven Mitwirkung der Konfirmanden und Vorkonfirmanden unserer Gemeinde. Franz Tümmler und Willi Hesse aus Kraftsdorf, Lennart Georgi aus Rüdersdorf und Nelly Bartsch aus Harpersdorf sowie Elin Jost (Vorkonfirmandin) aus Harpersdorf stellten sich im Gottesdienst vor und gestalteten ihn nach  ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen aktiv mit. Dazu hatten sich die Jugendlichen gemeinsam mit Pfarrer Kurzke und Praktikantin Rebekka Scheler viele Gedanken gemacht, die sie nun der Gemeinde in lockerer und fröhlicher Form präsentierten. Die Gemeinschaft mit Gebeten und der Predigt, die Musik mit modernen Liedern sowie Vaterunser und Segen sind für die junge Generation wichtige Komponenten des Gottesdienstes. So kam es, dass ein Rap-Song zu Beginn erklang und durchweg schwungvolle und fröhliche Lieder gesungen wurden. Die Texte aus dem Philipperbrief haben die Konfis zusätzlich in leicht verständlicher Fassung aus der Volksbibel vorgetragen. Zur Unterstützung der Lesungen erstellten sie sogar einen kleinen Film mit selbst gezeichneten Bildchen. Auch die Fürbitten schrieben die Jugendlichen selbst.
Pfarrer Kurzke machte es viel Freude, diesen Gottesdienst mit den Jugendlichen vorzubereiten und durchzuführen. Der Schwung der Jugend steckte an und so hörten die Besucher zum ersten Mal eine Predigt in Reimen von ihm, die hervorragend ankam und mit spontanem Applaus belohnt wurde. Die Worte des Apostels Paulus übersetzte unser Pfarrer so gekonnt und locker-flockig, dass sie jeder verstand, dabei gebannt zuhörte und staunte über so viel christliche Dichtkunst. Dabei band er auch die Konfirmanden mit ein, die er an den passenden Stellen nach dem Gelernten im Konfi-Unterricht abfragte. Auch das war Anliegen und Bestandteil dieses außergewöhnlichen und beflügelnden Gottesdienstes, für den wir allen Mitwirkenden ein großes und herzliches Dankeschön aussprechen möchten.
Monika Grzanna

 



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