Evangelische Kirchengemeinde Kraftsdorf

Kraftsdorfer Musiksommer auf Zeitreise mit Uwe Kaselowsky am 16.06.2024

In unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf ist er längst gut bekannt, als Lektor im Ehrenamt hält er Gottesdienste oder gestaltet sie auch mal musikalisch mit. Seine große Leidenschaft seit vielen Jahren ist die Musik. Uwe spielt Gitarre und singt, tritt solo und mit einer Band auf. So verwundert es nicht, dass der Pörsdorfer auch für den Kraftsdorfer Musiksommer angefragt wurde. Uwe sagte freudig Ja und bestritt am Sonntag, dem 16. Juni 2024 sein erstes Konzert in unserer Kirche St. Peter und Paul. Sein Programm bei diesem Heimspiel nannte er „Hin und Zurück zum Ziel“. Dabei nahm er das Publikum mit auf eine schwungvolle und zum Nachdenken anregende Zeitreise durch unser Leben - zum Hören und Mitsingen und mit der Musik, die uns an Schönes und Trauriges erinnern sollte. Und damit hatte er keineswegs zu viel versprochen.
Aus der Fülle guter Musik aus Ost und West vorwiegend aus den 70er und 80er Jahren brachte der sympathische Musiker Titel zu Gehör, die den älteren Besuchern meist gut bekannt waren und die er selbst auch mag und gern vorträgt. Kleine Geschichten und Anregungen dazu hatte er ebenso parat. Die Musik kam vom Band und Uwe sang sich ausdrucksstark mit viel Gefühl und Textsicherheit in die Herzen seines Publikums. Den Auftakt bildete Howard Carpendales schwungvolles „Alles okay“, gefolgt von Eros Ramazottis „Dinge des Lebens“, in italienischer Sprache gesungen. Im weiteren Verlauf spielten bekannte Ostrockballaden auch bei diesem Konzert eine große Rolle. Kein Wunder, denn es gibt sehr viele gute Titel der zahlreichen DDR-Bands, von denen heute viel Kult sind. Auf seine ganz eigene Art interpretierte Uwe die Songs der Gruppen Silly, City, Karat und den Puhdys. Bei „Bataillon d‘ Amour“, „Wand an Wand“, „Über 7 Brücken“ und „Lebenszeit“ wurden Erinnerungen an die Jugendzeit und das Leben damals wach. Ute Freudenbergs „Jugendliebe“ und Holger Bieges „Sagte mal ein großer Dichter“ fehlten nicht und sorgten ebenfalls für große Emotionen.
Auch in der alten BRD warteten damals wie heute charismatische Künstler mit eigenwilligen Songs auf. Udo Lindenberg und Nena gehören seit Jahrzehnten dazu. Uwe Kaselowsky gab den Song „Unterm Säufermond“ von 1997 zum Besten. Mit Nena sang Udo 1986 „Jetzt bist du weg“ und machte darin die Trennungsgeschichte der beiden Künstler zum Thema. In Kraftsdorf präsentierte Uwe mit Ehefrau Heike diesen Song voller Gefühl und mit Gänsehauteffekt, zweifellos das Highlight des Abends.
Eine weitere Überraschung folgte mit Special Guest Nicole Haupt aus Eisenberg. Die junge Sängerin überzeugte mit „Julia“, einem selten gehörten Lied von Ute Freudenberg und dem „Halleluja“ von Leonard Cohen.
Mit dem bekannten Song „Mein Weg“, oft und gerne gesungen von Harald Juhnke und Frank Sinatra, verabschiedete sich Uwe Kaselowsky von seinem begeistert mitgehenden Publikum. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese gelungene, berührende und bewegende Zeitreise. Gute Musik kann eben auch ein kleines Stück vom Himmel auf Erden vermitteln.

Monika Grzanna

 

Mädchenchor und JANNA beim Kraftsdorfer Musiksommer 2024

Fünf ungewöhnliche Konzerte stehen auch in diesem Jahr auf dem Programm des Kraftsdorfer Musiksommers unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf. Der Startschuss für die nunmehr 18. Saison der beliebten Konzertreihe fiel am Sonntag, dem 28. April 2024. Zum Eröffnungskonzert in unserer Kirche St. Peter und Paul konnten wir den Mädchenchor des Gymnasium Rutheneum seit 1608 Gera begrüßen. Der Chor ist Bestandteil der Spezialklassen für Musik des Gymnasiums und verfügt über ein vielseitiges und anspruchsvolles Repertoire, das von der Klassik bis zu Volksliedern und Jazz reicht. Auf dieser Grundlage hatte Chorleiter Alexander Köhler ein ansprechendes Programm zusammengestellt, das die 20 jungen Mädchen mit vollem Einsatz und ihren wunderbaren glockenhellen Stimmen sehr eindrucksvoll präsentierten. Dabei erklang sowohl geistliche als auch weltliche Chormusik. Den Auftakt an diesem Sonntag Kantate, Singet, bildeten ein „Kyrie“ und die Missa Breve, eine klassische Messe in Latein von Leo Delibes. Frühlings- und Volkslieder in verschiedenen Sprachen sowie schwungvolle Spirituals und Gospels waren danach zu hören und sorgten dank hervorragender Interpretation für Gänsehaut und Glücksmomente. Den Abschluss bildete die „Little Jazz Mess“ von Bob Chillcot, eine moderne und fröhliche Version einer kirchlichen Messe. Alles in allem wurde ein erlesenes Programm auf einem hohen musikalischen Niveau geboten. Dafür sagen wir von Herzen Danke, dieses Konzert war für uns als Kirchengemeinde und für die zahlreichen Zuhörer ein glanzvoller Auftakt unseres Musiksommers.

Vier Wochen später, am 26. Mai 2024 stand bereits der zweite Konzerttermin auf dem Plan. Dazu waren Joachim Rosenbrück und Hanna Flock aus Ilmenau angereist, besser und mittlerweile sehr gut bekannt in der Gemeinde und bei ihren Fans als das Duo „JANNA“. Bereits zum 5. Mal hatten sie die Reise nach Kraftsdorf angetreten, immer wieder sind sie  willkommene Gäste und fühlen sich selbst auch sehr wohl in Kraftsdorf. Diesmal kamen sie mit einem neuen Programm zu uns, das den Titel „Gut Deutsch Folk“ trägt. Bisher hatte das Ehepaar meist Musik aus Irland und Schottland im Gepäck, nun durfte man gespannt und erwartungsvoll auf ihr neues Programm sein, dass den Titel „Gut Deutsch Folk“ trägt. Die Pop- und Folk-Songs in deutscher Sprache aus verschiedenen Jahrzehnten und Jahrhunderten seien „In der Muttersprache tiefgründiger zu interpretieren, zudem verstehen alle Besucher die Texte und können auch mal mitsingen“, so die Erklärung des Duos zum Titel des Konzerts.
Los ging‘ s ganz passend zum sonnig-warmen Sonntag mit einem bunten Strauß schöner und selten gehörter Frühlingslieder wie bspw. „Leise zieht durch mein Gemüt“ oder „Nun will der Lenz uns grüßen“. Auch ein fröhliches von Hanna geschriebenes Frühlingslied sorgte gleich zu Beginn für die richtige Stimmung und ein begeistert mitgehendes Publikum und so blieb es während des gesamten über zweistündigen Konzerts. Für JANNA ist es eine Herzensangelegenheit, mit ihrer Musik wollen sie ihren Zuhörern Liebe und Freude schenken. Das gelingt ihnen stets bravourös: mit großem Können auf ihren zahlreichen Instrumenten, mit Hannas wunderbarer Sopranstimme, die laut Aussage ihres Ehemannes „ihresgleichen sucht“, wie wahr. Mit ihrer sympathischen Ausstrahlung, großer Natürlichkeit und Authentizität wird jedes ihrer Konzerte zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Was gab es alles an traumhaft schöner Musik zu hören und zu genießen? Die beiden Künstler hatten viele wunderbare Lieder ausgesucht, die sie auf ihre eigene Art gekonnt und zu Herzen gehend vortrugen, teilweise mit eigenen Texten versahen oder ins Deutsche übersetzten. Dabei durften so bekannte und beliebte Ostrockballaden wie „Sagte mal ein großer Dichter“ von Holger Biege und „Wasser und Wein“ der Gruppe Lift auf keinen Fall fehlen. Mit einem Liebeslied von Gregor Meyle und dem schwungvollen Pop-Klassiker der Münchener Freiheit „Alles, was ich will, bist du“ wussten sie ebenso zu begeistern. 
Schöne Volkslieder wie „An der Saale hellem Strande“ und „Kein schöner Land in dieser Zeit“ zwischendurch kamen genauso gut an. Weitere von Hanna geschriebene Lieder mit guten, sinnvollen Texten wurden eingeflochten, in denen man sich wieder finden konnte. Hinter vielen Liedern stecken Geschichten von Freude und Leid, von Irrtümern und Fehlern, von den Dingen des Lebens, die uns alle bewegen. JANNA erzählte sie den Besuchern ehrlich und lebensnah, mit den Moderationen und den Liedern.
Uns bleibt nur noch, JANNA von Herzen Danke zu sagen für dieses außergewöhnliche und wunderschöne Konzerterlebnis mit viel kraftvoller und stimmungsvoller Musik. Ein mit Freude und Begeisterung erfülltes Publikum bedankte sich mit Standing Ovations – worauf JANNA die zahlreichen Besucher mit zwei Zugaben beschwingt und beseelt in den Frühlingsabend verabschiedete.

Monika Grzanna

 

Abschlußkonzert des Kraftsdorfer Musiksommers 2023 am 17.09.23 mit Lutz&Eisen

Er ist schon wieder Geschichte, denn am Sonntag, dem 17. September ging die diesjährige Saison unserer beliebten Veranstaltungsreihe mit „Songs an einem Herbstabend“ zu Ende. Bevor wir darüber berichten sei ein kleiner Rückblick auf die Konzerte des Jahres 2023 gestattet. Im April erfreuten uns der Reichenbacher Männerchor und der Organist Frank Bettenhausen aus Rudolstadt. Anfang Juni gab die in Kraftsdorf wohnende Opernsängerin Olga Großer mit ihrem Trio „Zu Dritt“ ihr erstes Kirchenkonzert bei uns. Im Juli erlebten wir ein hervorragendes Sommerkonzert des Hermsdorfer Sing- und Instrumentalkreises. Ein weiteres Konzert der Superlative gaben im August der Trompeter Karl Joachim Schäfer aus Dresden und Organist Matthias Eisenberg aus Bautzen.
Für das Abschlusskonzert reisten Lutz Schönfeld und Dirk Eisenschmidt aus Gera an, besser bekannt als Duo „Lutz und Eisen“. Seit vielen Jahren sind sie erfolgreich in der Region unterwegs. In unserer Kirchengemeinde Rüdersdorf-Kraftsdorf waren sie bereits mehrmals zu Gast, im August 2021 beim Musiksommer und während der Pandemie übernahmen sie die musikalische Ausgestaltung von Gottesdiensten. Über das erneute Gastspiel war die Freude auf beiden Seiten groß.
Das Markenzeichen der beiden Künstler sind unbestritten deutsche und internationale Rock- und Popballaden sowie ruhige Songs mit Tiefgang. Aus diesem umfangreichen Repertoire hatten sie für ihr fast zweistündiges Konzert in unserer Kirche St. Peter und Paul viele wunderschöne bekannte und weniger bekannte Titel ausgewählt. Den Auftakt bildete „Here comes the sun“ von den Beatles, ein Song, der wunderbar zum Sonnenschein dieses schönen Sonntags passte. Es folgten unverwechselbare  irische Folksongs, die mit ihren fröhlichen Melodien immer wieder Schwung und gute Stimmung garantieren. Das trifft besonders zu, wenn die Musiker neben ihren Hausinstrumenten Akkordeon und Gitarre auch mal Mandoline und Mundharmonika meisterhaft erklingen lassen. Nachdenklich stimmende Songs durften nicht fehlen wie z.B. ein bewegendes und hoch aktuelles Antikriegslied des Liedermachers Hannes Wader und zwei Songs des unvergessenen Songwriters und Baggerfahrers Gerhard Gundermann aus der Lausitz. Den bunten Reigen schöner Melodien und guter Texte vervollständigten bekannte Songs von Reinhard Mey und Reinhard Fendrich sowie mehrere Lieder im österreichischen Dialekt. Dirk Eisenschmidt stellte außerdem zwei sehr persönliche Lieder vor, eines widmete er in Erinnerung und Dank seinem Großvater, der ihm die Musik nahe und das Gitarrenspiel beibrachte. Ein Höhepunkt des Konzerts war ohne Zweifel und besonders für alle Fans der Gruppe „Karat“ einer ihrer schönsten Songs, „Der Schwanenkönig“, den Lutz und Eisen zum ersten Mal im Programm hatten und damit für Gänsehautmomente sorgten. Ein weiterer Titel einer Ostrockformation, das „Gänselieschen“ der Gruppe „Renft“ kam ebenfalls sehr gut an.
Das zahlreiche Publikum war von diesem großartigen Konzert begeistert und dankte es den beiden Künstlern mit hoch verdientem herzlichem und stürmischem Applaus. Lutz und Eisen bedankten sich auf ihre Art – mit drei wunderbaren Zugaben und schickten die Besucher schließlich mit Reinhard Mey‘ s „Gute Nacht, Freunde“ in den lauen Spätsommerabend.
Wir bedanken uns bei zwei überaus sympathischen Künstlern für ein zauberhaftes Konzert, für ihre große Spielfreude und das hohe Niveau, mit dem sie ihre Instrumente beherrschen und ihre Zuhörer auf so wunderbare Weise unterhalten haben. Sie setzten damit einen weiteren Glanzpunkt in dieser Saison und sorgten für einen würdigen Abschluss unseres Musiksommers 2023.
Ebenso danken wir ganz herzlich unserer Organisatorin Simone Straßburger und mit ihr allen Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen für ihren unermüdlichen und jahrelangen Einsatz. Es gehört viel dazu, damit jedes Konzert rundum gelingt, von der Planung über die gastronomische Versorgung bis zum Blumenschmuck. Ohne diese wertvolle ehrenamtliche Arbeit wäre dies nicht zu realisieren.
Auch 2024 wird es den Kraftsdorfer Musiksommer wieder geben. Die Planungen haben bereits begonnen und wir können uns schon heute darauf freuen.

Monika Grzanna


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